Zwischen Himmel und Erde: Leben in der Zwischenzone

[picapp align=“right“ wrap=“false“ link=“term=heaven&iid=8980412″ src=“http://view4.picapp.com/pictures.photo/image/8980412/comet-hale-bopp-the-early/comet-hale-bopp-the-early.jpg?size=500&imageId=8980412″ width=“234″ height=“343″ /] Faszinierend, wie sich Bibeltexte verbinden, die über Jahrtausende voneinander entfernt sind… – gerade diese Texte sind es, die besondere Bedeutung für unseren Glauben und unser Leben haben…

Jakob schläft (1.Mose 28,10-22). Er hat seinen Kopf auf einen Stein gelegt und übernachtet an einem heidnischen Kultort (und wird später erstaunt fest stellen: auch hier war Gott und ich wusste es nicht!!). Gott schenkt ihm eine Vision (V11b.12): Während er schlief, sah er im Traum eine breite Treppe, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Engel stiegen auf ihr zum Himmel hinauf, andere kamen zur Erde herunter.

Jahrtausende später beruft Jesus seine Jünger und greift dieses Bild auf -mit einer kleinen, entscheidenden Modifikation. Johannes 1,51: Und Jesus fuhr fort: »Ich versichere euch: Ihr werdet erleben, dass der Himmel offen steht und die Engel Gottes von dem Menschensohn hinauf- und zu ihm heruntersteigen.«

Jakob hat einen Einblick in die unsichtbare Welt erhalten, in den Zwischenzone zwischen Himmel und Erde, zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt. Engel sind unterwegs, aber auch dunkle Engel werden dort ihren Raum finden. Jakob ahnt: es gibt eine größere Wirklichkeit als das, was vor Augen ist… Nun Jesus. ER selbst ist plötzlich der Schnittpunkt, er steht wie im Brennpunkt einer doppelten Linse und zieht von der einen Seite die sichtbare Welt und von der anderen Seite die unsichtbare Welt an.

Wer IN Christus ist und Christus in ihm oder ihr – der gesellt sich zu diesem Brennpunkt, dieser Schnittstelle hinzu. Der tritt an den neuralgischen Punkt zwischen Himmel und Erde. Das ist die Verheißung Jesu, das ist das höchste Wunder, das geschehen kann, so macht es Jesus in Johannes 1 deutlich. Ihr werdet den Himmel offen sehen, ja, das ist euer Ort, wenn ihr zu mir gehört. Wo der Rabbi ist, sind die Jünger – auch du!

Wir treten ein in eine neue Perspektive auf diese Welt, die eben nicht nur materiell ist, die auch nicht mehr zu trennen ist zwischen sichtbar und unsichtbar. In Christus fließen die Dimensionen zusammen und unser Gebet macht nichts anderes, als bewusst auf die Ebene des Himmels zu treten und diesen in die Sichtbarkeit zu beten.

Warum spüren wir so wenig davon? Weil unser Weltbild bis in die Grundfesten materialistisch ist, so sind wir geprägt, gerade durch das wissenschaftliche Weltbild des 19. Jahrhunderts. Und: weil es uns so gut geht und wir so wenig wagen. Missionare, die sich in Extremsituationen hinein begeben, berichten sehr nüchtern und glaubwürdig vom Kampf der unsichtbaren Welt, machen starke Schnittstellen-Erfahrungen. Auf dem Sofa mit Chips wird sich diese Welt nur selten offenbaren. Oder vielleicht gerade da? Wer weiß es… 😉

Wir müssen (1) unser Weltbild der Bibel anpassen und nicht umgekehrt. Wir müssen (2) wagemutig sein mit dem Risiko, sich zu blamieren und lächerlich zu machen – was soll’s? Wir müssen (3) ein Herz voller Sehnsucht haben (oder darum bitten!) und unseren Stand einnehmen. Mit den Füßen geerdet auf dem Boden, mit dem Kopf im Himmel. An der Schnittstelle. Bei Jesus. Zwischen Himmel und Erde.

(Mehr zum Leben im Spannungsfeld zwischen Himmel und Erde auch in meinem Buch „Lass dich fallen…“)

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3 Antworten zu “Zwischen Himmel und Erde: Leben in der Zwischenzone

  1. Danke für deine blogs. Wenn immer ich Zeit habe lese ich sie gerne. Es ist eine Bereicherung in meiner Stillen Zeit. Die kann ich jetzt im Ruhestand genießen und mich immer wieder neu ausrichten lassen für meinen Alltag. Er ist nicht ruhiger geworden. Aber das ist gut so.
    Grüße aus Bielefeld.
    Margitta

  2. Mit dem Jakobstraum habe ich mich schon beschäftigt als ich 18 war. Und zwar innerhalb einer Facharbeit über „Träume“, nachdem schon Jung, Freud und Co. erörtert worden waren.
    Den Jakobstraum bezeichnet man im wissenschaftlichen Sinne als archetypischen Traum.

    „Und Jesus fuhr fort: Ich versichere euch: Ihr werdet erleben, dass der Himmel offen steht und die Engel Gottes von dem Menschensohn hinauf- und zu ihm heruntersteigen.“

    Leider hat Gott mir noch nicht solche sehereischen Träume eingegeben – auch Xavier Naidoo singt „Eure Knechte und Mägde werden Träume haben“…

    Ich erlebe Gott nicht im Traum, irgendwie hat er das für mich nicht vorgesehen, obwohl ich mir das schon manchmal gewünscht habe, damit ich ihn mal sehen kann, wie er ist.
    Er wartet wohl damit, bis ich an die Himmelstür komme…
    Ich erlebe Gott oft als den Fernen, den Unbegreiflichen, den Schöpfer, den man nicht zu „packen“ bekommt. Er antwortet nicht mit Worten, die als Stimmen aus meinen Geist zu mir sprechen, anderenfalls würde ich wahrscheinlich auch an meiner geistigen Gesundheit zweifeln… Und wem könnte man auch heute noch davon erzählen, dass Gott/Jesus zu einem gesprochen hat. Konsequenz wäre die geschlossene Psychiatrie – da von Mut zum Bekenntnis zu reden ist schon ein heisses Eisen.
    Wer würde zum Beispiel mir glauben – gesetzt den Fall – dass ich die Heilige Dreifaltigkeit im Traum gesehen habe? Ich denke mal niemand. Solche Dinge müssen wie von Maria, der Mutter Jesu, im Herzen bewahrt werden… Was meint ihr dazu?

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