Zwischendurch: Wann die Erde eine Scheibe war und Vermischtes

[picapp align=“left“ wrap=“true“ link=“term=frisbee&iid=5219599″ src=“http://view1.picapp.com/pictures.photo/image/5219599/young-woman-park-throwing/young-woman-park-throwing.jpg?size=500&imageId=5219599″ width=“234″ height=“341″ /] Hat man uns nicht immer gesagt, die Leutchen des Altertums hätten geglaubt, die Erde sei eine Scheibe? Das düstere Mittelalter erst recht?

Was man so landläufig als vermeintliche Tatsachen mit sich herum trägt…. in der Frankfurter Allg. Sonntagszeitung eine kleine Fußnote im Wissenschaftsteil. Ich zitiere: „Ihre (der Welt) Kugelform blieb seit dem 3. Jahrhundert vor Christus Konsens. Zwar gab es christliche Autoren, die eine Scheibenform propagierten (…) doch beide waren Ausnahmen. Praktisch alle einflussreichen Gelehrten und Kirchenväter (…) hatten mit der Kugel keine Schwierigkeiten.“

Tja. Wieder mal ein dummes und tumbes Vorurteil widerlegt. Irgendwie erfrischend. Aber auch beunruhigend. Was hält man wohl noch so alles für Tatsache…?

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Dann: Gestern den Glaubenstag am Theologischen Seminar der Pfingstgemeinden in Erzhausen geleitet. Thema: Spiritualität für sich selbst und für die Gemeinde, basierend auf meinem aktuellen Buch Lass dich fallen und flieg.

Es war eine wirklich berührende Erfahrung! Die Gespräche, die Konzentration bei den Vorträgen, die brennenden Fragen und die offene Not beim Thema: Wie lebe ich meinen Glauben in einer komplexen Welt? Was mit wieder aufgefallen ist: Wir müssen bei uns und bei unserer Wahrheit anfangen. Durchhalteparolen und Pfeifen im dunklen Wald helfen nicht – egal ob dieses charismatisch oder evangelikal klingt… Der Weg aus einer Krise führt durch die Krise hindurch und nicht daran vorbei. Und in dem Moment, in dem man sich, Gott und anderen eingesteht: Ja, ich kämpfe gerade im Glauben, kann der Weg beginnen. Vorher nicht. Und wie sagte mein lieber Freund Reimer Dietze, Dozent am Seminar: „Wenn man nur Nebel um sich herum spürt, so ist der Nebel nicht NICHTS! Im Nebel ist die Lösung, im Nebel wartet Gott“. Danke für diesen Tag, Ihr Studis! Danke, Reimer!

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Ein kleiner Musiktipp aus einer musikalischen Nische. Samuel Jersak ist kein Unbekannter in der christlichen Musikszene – er hat eine berührende, sehr entspannte Jazz-Platte aufgenommen, bekannte Namen der deutschen Jazzszene wie Thomas Siffling gesellen sich zu ihm, aber auch Sarah Kaiser klinkt sich ein… „Green Land“ ist einfach schön!

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3 Antworten zu “Zwischendurch: Wann die Erde eine Scheibe war und Vermischtes

  1. Ich habe mich schon mal gefragt, warum in dem Choral „Himmel, Erde, Luft und Meer“ von „der Erde Ball“ die Rede ist. Das passt mit Deinen Infos.

  2. Es ist echt schön, wenn eine seriöse Zeitung das auch mal wieder schreibt. Denn in so manchen Gesprächen bewirkt der Hinweis auf die FAZ mehr, als zitieren von Quellentexten. Seit 20 Jahren erzähle ich (immer mal wieder) dass die Erde schon lange vor Christus keine Scheibe war und ernte immer wieder ungläubiges Staunen 😉
    Ich hatte das ernorme Glück eine Geschichtslehrerin zu haben, die uns immer wieder zum Lesen von Quellentexten angehalten hat, da die Schulbücher bekanntlich ziemlich verlogen waren. In diesem Sinne war es einfach. Heute, in der freien Welt, muss man selbst entscheiden, worauf man sich verlässt. Schwierig… risikoreich…

  3. Danke für dein Blog.

    Danke an Reimer für diesen Satz:
    „Wenn man nur Nebel um sich herum spürt, so ist der Nebel nicht NICHTS! Im Nebel ist die Lösung, im Nebel wartet Gott“.

    Nebel im Kopf – kennzeichnet auch den Zustand einer akuten Depression. Wenn die wieder zuschlägt, ist die Erinnerung an Reimers Worte etwas großartig Hoffnungsvolles. Halleluja – Befreiung …

    Segen!

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