Zwischenruf: Von der gesellschaftlichen und seelsorgerischen Krankheit der Verantwortungslosigkeit

[picapp align=“right“ wrap=“true“ link=“term=I+want+you&iid=7215230″ src=“http://view2.picapp.com/pictures.photo/image/7215230/war-conflict-book-era/war-conflict-book-era.jpg?size=500&imageId=7215230″ width=“234″ height=“362″ /]Montagabend auf – äh – RTL. Christian Rachs Restaurantschule. Ein Lehrstück in der Taktik des Wegduckens und des „Keine-Verantwortung-Übernehmens“! Rach verzweifelt über einen Haufen junger Menschen, die keine Verantwortung übernehmen und Autoritäten selbst bei laufender Kamera lethargisch ignorieren (stattdessen aber toll rappen können!).

Aber egal, wo wir uns befinden, egal, wie wir eine solche Sendung finden (bitte jetzt nicht am Rach-Beispiel aufhängen!) – die Muster ähneln sich, übrigens längst nicht nur in der jungen Generation! Und schlimm: ich entdecke diese Tendenz auch immer wieder mal bei mir…

Jemand baut Mist. Reaktion des „Jemand“:

  • „Ich war’s nicht!“
  • „Andere waren es, andere sind schuld!“
  • „Die Umstände waren es, habe die falsche U-Bahn genommen, das Klo war verstopft, was auch immer“
  • „Meine Kindheit! Meine Prägung!“
  • „So bin ich halt, ich kann mich nicht ändern, man muss mich so nehmen, wie ich bin!“

Klar kann die Kindheit prägen – aber wir haben die Verantwortung, daraus zu lernen und nicht dort stehen zu bleiben. Klar können Umstände widrig sein und uns beuteln, aber wir haben die Verantwortung, damit angemessen umzugehen und uns ihnen nicht als Opfer auszuliefern. Klar bin ich so, wie ich bin und ich sollte mich auch so annehmen – aber muss ich so bleiben? Wer oder was ist denn der Maßstab? Der aktuelle status quo? Na, dann gute Nacht. Ich habe Verantwortung zu übernehmen für meine Entwicklung und meine Ecken und Kanten.

Wer keine Verantwortung übernimmt, wird handlungsunfähig. Verantwortung ist im Englischen response-ability – die Fähigkeit, Antwort zu geben. Zu reagieren. Zu agieren und nicht nur Opfer und ausgeliefert zu sein. Überprüfe deine Sprache. Sagst du: „Das macht mich jetzt total fertig!“? Dann bist du Opfer deiner Umstände. Die mögen schwer sein, aber behalte die Verantwortung für deine Reaktion darauf. Sage: „Ich mache mich gerade total fertig!“. Die Umstände haben diese Macht nicht – du gibst sie Ihnen. Das ist KEIN positives Denken, die Umstände werden nicht schön geredet, aber ich muss Verantwortung übernehmen für meine Reaktion. Ich kann sagen: „Die Umstände sind schwer, ich spüre, wie ich mich daran runterziehe, aber das will ich nicht zulassen, ich will Antwort geben und aktiv handeln!“.

Richard Rohr hat den Begriff der Opfergesellschaft als Problematik des 21. Jahrhunderts formuliert – zurecht, auch wenn er pauschalisiert und die nicht trifft, die sich engagieren. Gerade Christen sollten aber vorleben, dass es anders geht – denn EINER war das Opfer, Christus, damit wir das Leben in Fülle haben können, selbst im Leid, im Schmerz, im Geschrei. Teilhabe am Leiden Christi meint nicht, dass du Opfer deiner Umstände wirst. Selbst ein Stephanus bleibt inmitten seiner Steinigung Handelnder und Aktiver. Es gilt: Christus ist gestorben und auferstanden, damit du leben kannst. Durchdringen kann das nur, wen du Verantwortung übernimmst und sagst: „Hier! Ich!“ Höchstens gegenüber Gott sollst du dein Leben als Opfer geben – und selbst das ist dann ein lebendiges Opfer (Römer 12,1). Damit das möglich wird – muss man Verantwortung übernehmen…

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13 Antworten zu “Zwischenruf: Von der gesellschaftlichen und seelsorgerischen Krankheit der Verantwortungslosigkeit

  1. Ich glaube das es so nicht ist, wie es bei Rach dargestellt wird. Erstens werden im TV bei solchen Sendungen bestimmte Formate an Leuten gesucht, die Zuschauerzahlen versprechen. Zweitens wird den Protagonisten gesagt, was sie sagen bzw. antworten müssen und drittens sehen wir im TV immer nur die schlechten Beispiele! Egal ob Rach, Hausfrauentausch,Auswanderer, Big Brother oder den ganzen anderen Scheiss. Die Medien machen uns unmündig und gaukeln uns was vor! Daraus resultiert dann die „Opfergesellschaft der Medien“! Ich kenne viele Teens und Jugendliche, die vielleicht (noch) nicht politische Verantwortung übernehmen(Opfergesellschaft), aber sehr viel Verantwortung tragen. Mehr, als gut für sie ist. Ob es dabei um die Versorgung ihrer Geschwister geht, weil die Eltern getrennt leben und die Mutter oder der Vater arbeiten muss, oder um die Führung von Jugendgruppen, Klassen o.ä.! Menschen haben heute mehr Verantwortung als früher. Viele kommen darauf in jungen Jahren nicht klar. Wie auch, ohne entsprechende Vorbilder!?! Da hat die späte Moderne und Postmoderne einen guten Beitrag geleistet :-(. In der Gesamtheit über Opfergesellschaft zu reden, finde ich nicht in Ordnung bzw. müsste der Begriff anders definiert werden. Ich finde es unrecht, über eine Opfergesellschaft zu reden, wenn Hintergründe nicht klar definiert sind und einfach das Verantwortungsbewusstsein „einzelner“ im „Fernsehen“ auf die Masse bezogen wird.
    greetz

  2. @James: bitte nicht an Rach und nur an Jugendlichen aufhängen – wie hättest du geschrieben, hätte ich nicht das Intro-beispiel gebracht? Ich kenne genug Lehrer an den Schulen, die genau diese Problematik an den Schulen Tag für Tag erleben, 1:1. Ich erlebe sie selbst. Ich muss mich teilweise auch dazu zwingen, aktiv zu bleiben und nicht nur reaktiv zu sein. In der Tat hast du aber Recht: allein die Vielfalt der Entscheidungen, die heute getroffen werden müssen, ermüden. Dennoch beobachte ich das „Ich wars nicht!“ an vielen, vielen Orten…

  3. Es geht nicht „nur“ um deine Einleitung zu dem Thema. Was mich stört ist der Begriff der Opfergesellschaft. Ich habe Religion unterrichtet in einer Gymnasial- und Realschulklasse (Klassen 5+7)! Da gab es definitiv Schüler die Verantwortung übernommen haben und gesagt haben „Ich wars“ oder noch besser „Ich kann das machen“(Natürlich gab es auch welche die das nicht machen wollten)! Ich glaube das Problem ist die Motivation und die Lehrer selbst, die sich nicht trauen Verantwortung abzugeben und die Schüler ausprobieren zu lassen(Lehrplan,Zeit usw.). Was mich interessieren würde, jetzt als Beispiel nicht als Kritik :-), hätte man Rachs Jungs gefragt, ob sie Lust hätten einen Tanzworkshop o.ä. aufzuziehen, für Kinder oder Teens aus benachteiligten Familien, wäre bestimmt Verantwortung übernommen worden. Das wäre dann schonmal ein Anfang gewesen. Wenn du nach meiner Einleitung fragst, wäre ich mit einem Eigenbeispiel, ein Erlebnis eingestiegen wie du es auch schon in deinem 2. Posting hast anklingen lassen (ich kenne Lehrer…Ich erlebe es selbst…)! Es kann aber sein, dass ich bei dem Thema extrem empfindlich bin, weil das der Jugend in Gemeinden häufig vorgeworfen wird, aber gar nicht so ist! Wenn die Jugend dann mal macht, gibts gleich Ärger das es „nicht Gottgefällig“ ist und das Schlagzeug im Wald verbrannt werden sollte, weil der Teufel da rauskommt. Der Vorwurf der „nicht Übernahme von Verantwortung“ bleibt dann allerdings bestehen und das kotzt mich an!
    Ich gehe auf Teens und Jugendliche ein, weil ich mit denen zusammen arbeite und da mehr Erfahrung habe, als mit Erwachsenen und der Erwachsenenarbeit. Aber heutige Teens und Jugendliche zählen zum Begriff der „Opfergesellschaft des 21. Jhd.“ mehr denn je dazu.

  4. @James: ich verstehe dich und dein Genervtsein aus deiner Erfahrungswelt heraus nur zu gut! Aber ich habe explizit gesagt, dass es gar nicht primär um Jugendliche geht! Erst recht nicht die in Gemeinden! Die erlebe ich bei mir auch ganz anders! Und es gibt auch genug Leute, die in Ehrenämtern gesellschaftlich Verantwortung übernehmen – dennoch beobachte ich eine Tendenz des Wegduckens… zu Rach: die haben sich freiwillig gemeldet und WOLLEN einen Job bei Rach haben. Insofern fragt man sich dann schon: warum nutzen sie die Chance nicht? Bei dem Vorbild in England (Jamie Oliver) läuft das übrigens besser und ich nehme die Menschen in England und auch in Holland (direkt nebenan hier…;-) anders wahr als die oft jammerigen und passiven Deutschen… dort ist mehr Kraft, Zuversicht, Anpacken, Wille… als hier… alles nur Wahrnehmungen… mehr nicht.

  5. Oft wird Verantwortung nur im Kontext von Schuld benutzt. Ich schätze, dass kann eine der Grunde sein, warum viele sich von der Verantwortung drücken. Die Definition „Fähigkeit eine Antwort zu geben“ ist weiter und lässt uns mehr Spielraum.
    Auf der Suche nach dem Wesen der Ethik beschreibt Jozef Tischner (ein katholische Theologe) folgendes Modell: Person A erlebt Person B in einer bestimmten Situation, die Handeln erforderlich macht (er macht das am Beispiel des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter deutlich). A erreicht der Ruf eines Wertes (Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft, etc), den er be-antworten oder eben ignorieren kann (so die ganz verkürzte Darstellung).
    Interessant ist es auch mal die Schöpfungsgeschichte unter diesen Aspekt anzuschauen. Hier muss ich mich auf die Auskunft der Kollegen, die Hebräisch gepaukt haben verlassen. Der Begriff Ebenbild bezeichnet auch das Standbild, das antike, orientale Herrscher an den Grenzen ihrer Reiche hingestellt haben, damit sie stellvertretend die Macht ausüben. Demnach wäre der Mensch implizite der Stellvertreter Gottes auf Erden und das ergibt sich auch aus dem explizite aus dem Auftrag, den er erhält (Gen.1,28). Im Paradies waltet der Mensch nach seinen Geschmack, jeweils abends kommt Gott vorbei und erkundigt sich, wie es läuft. Der Mensch und Gott bleiben im Gespräch. Es gibt eine einzige Grenze, die der Mensch einzuhalten hat, als er sie übertritt verliert er die Fähigkeit, eine Antwort zu geben. Der Frage Gottes „Wo bist du, Adam?“ weicht dieser aus. Nachher, bei Kain, läuft das gleiche Muster ab, er weicht der Frage „Wo ist dein Bruder?“ aus.

    Wir scheinen immer noch an der gleichen Stelle zu sein – wir weichen Fragen aus. Aber vielleicht steckt auch was anderes dahinter: in unsere heutigen Gesellschaft bekommt derjenige die größte Aufmerksamkeit, wer am geschicktesten sein Leid zu schau stellt. Vielleicht hängt die Opfergesellschaft mit dem Wettlauf um Aufmerksamkeit zusammen?

  6. @gwen: sehr spannende und bereichernde Gedanken! In der Tat: Gott ruft den Menschen schöpfungsbedingt in seine Verantwortung, stellvertretend vollmächtig zu handeln. Je mehr aber Menschen im Opferritual versinken, desto unfähiger werden sie, diese Verantwortung zu entdecken und auf den Ruf zu antworten. Es scheint mir aber auch ein sehr deutsches Problem zu sein, das in anderen Nationen schwächer ausgeprägt, nichtsdestotrotz vorhanden ist. Deutsche jammern einfach wahnsinnig gern. Man setze sich nur mal in eine niederländische Fußgängerzone und beobachte Menschen und dann in eine deutsche… DAS sind Unterschiede…

  7. Tja, auch in der Seelsorge ein zunehmendes Phänomen – zumindest in meiner bescheidenen Erfahrung. Hatte schon mehr als einma Leute, die ihre Opferrolle als Therapieerfolg verbuchten und dann eben mit dieser Haltung an die Gemeinde rantreten: „Mal sehen, was ihr mir bieten könnt und inwieweit meinen Bedürfnissen entsprochen wird“. Und wenn der Laden nicht nach den Vorstellungen läuft, dann geht“s weiter zum nächsten Seelsorger und zur nächsten Gemeinde. Da habe ich oft den Eindruck, dass der oder die eine oder andere 40ährige entwicklungstechnisch in der Pubertät stecken geblieben ist.
    Insofern fand ich gut, dass Rach knallhart Konsequenzen durchzieht und Leute feuert, die zum dritten Mal Mist bauen. Kann ja sein, dass das das erste Mal ist, dass der einer oder andere überhaupt so was wie unmittelbare Konsequenzen des eigenen Handelns erlebt…

  8. Lieber Wegbegleiter, falls Dich das Thema Moderne OPFER-Rhetorik interessiert – hier ein paar lesenswerte Artikel dazu:

    Jan Fleischhauer: „Die Erfindung des Opfers“:
    http://www.dijg.de/fileadmin/dijg-uploads/pdf/bulletin_18_2009_fleischhauer.pdf

    Rainer Paris: „Ohnmacht als Pression – über Opferrhetorik“:
    http://www.dijg.de/fileadmin/dijg-uploads/pdf/bulletin_18_2009_paris.pdf

    René Gigard: „Die moderne Sorge um die Opfer“:
    http://www.dijg.de/fileadmin/dijg-uploads/pdf/bulletin_18_2009_girard1.pdf

    Im Übrigen stimme ich Deinen Wahrnehmungen zu. Und auch im politischen Bereich konnte man dieses Jahr trefflich beobachten, wie Verantwortung hin- und hergeschoben wurde, ohne zu einem Ergebnis zu kommen (BP und das Bohrloch!).

  9. Ich denke, das Problem der Verantwortung kann man nicht separat betrachten.

    Verantwortung hängt mit eigenem Handeln zusammen (wie im Artikel beschrieben).

    Um zu handeln braucht der Mensch eine Motivation, die ihn in Bewegung setzt.

    Motivation setzt ein Ziel voraus, das ich erreichen oder unbedingt vermeiden will.

    Erreichbare Ziele haben in der Regel Menschen, die gelernt und erfahren haben, dass es sich lohnt, ein Zeil zu erreichen. Das geschieht im Wesentlichen in der Erziehung: Motivation durch autoritäre Anweisung und durch Vorbild.

    Ein Ziel zu erreichen, fördert das Selbstwertgefühl und stärkt die Persönlichkeit.

    Starke Menschen sind in der Lage, Verantwortung zu übernehmen, für sich und auch für andere. Und sie tun es in der Regel auch.

    Und hier schießt sich der Kreis.

    Kinder, die Gymnasium und Realschule besuchen, gehören mit Sicherheit zu diesen Menschen, sonst wären sie nicht auf diesen Schulen. Das erklärt auch die Erfahrung von James. Rachs Kandidaten sind da einfach eine ganz andere Klientel.

    Viele Grüße

    Ulrike

  10. @Maschenka: danke für die wertvollen Ergänzungen!
    @Ulrike: guter Zusammenhang – aber ist es so monokausal? Ich beobachte auch Gymnasiasten, die nur ein Ziel haben: fun und Kohle und dem alles unterordnen und sich komplett jeder Verantwortung entziehen… ist es nicht so: Verantwortung habe ich ja gegenüber jemandem! Wenn ich nur mir verantwortlich bin, wird das in einem hedonistischen Chaos enden und das tut es schon… ich brauche also ein höheres Ziel, ein Ideal, einen Gott.. irgendetwas ÜBER mir… um es mal losgelöst vom Glauben zu betrachten…

  11. Was motiviert mich, verantwortungsvoll zu handeln? Mein Gewissen? Schwer zu sagen, wenn ich mal genauer drüber nachdenke. Genau das soll der Blog ja wohl fördern ? – das über-sich-und-seine-Motivation/Reaktion-nachdenken.

    Wenn ich verantwortungsvoll handel, habe ich (für mich persönlich) nicht gleich den Blick auf ein Ziel.
    Ich habe für mich persönlich einfach immer wieder festgestellt, daß unter den Teppich kehren eigenem Fehlverhaltens sich später doppelt rächt.

    Eine Situation nervt mich. Was tue ich? Ich sagte „Das regt mich jetzt auf!“ Bewußt hinterfragt formuliere ich mal „Ich rege mich jetzt darüber auf, daß hier Ungerechtigkeit herrscht. Das Einzelne ihr Weltbild/ihr Verhalten, als non-plus-ultra und Allein-Rechtens ansehen!“

    Ist ne Frage des Trainings – und gut, daß uns Dein Blog wieder daran erinnert. Achte auf Deine Worte, denn sie können zu Handlungen werden …

    Noch ein Gedanke: es gibt Opfer- und Täterpersönlichkeiten. Die Opfer können lernen, aus der „kuschelweichen“ Komfortzone des „Bedauert mich“ herauszukommen. Kostet Mühe. Geschenkt bekommt man so ein Wachsen in der Persönlichkeit nicht – da muß man schon selber etwas dafür tun.
    Wer sich fragt „Warum soll ich?“, kann sich genauso fragen „Warum eigentlich nicht? Was habe ich zu verlieren?“

    Die Täterpersönlichkeiten haben solche Probleme weniger. Ihr Problem ist eher, mit mehr Rücksichtnahme an die Anderen heranzutreten.

    Sich selber, seine Reaktionen, Motivationen, zu hinterfragen – kostet etwas. Und wenn ich mich mal wieder so richtig gar nicht leiden kann, weil ich so grottenmäßig unvollkommen und weltlich bin, dann tröstet mich der Gedanke mächtig:
    „Du bist mein geliebtes Kind“ – year.

  12. @wegbegleiter: nicht monokausal und auch nicht der Weisheit letzter Schluss – aber als Modell funktionstüchtig und ausbaufähig.

    Der Mensch ist von Natur aus nicht voller Verantwortung, er muss es lernen von jemandem, der ihn erzieht oder ihm Vorbild ist, also durchaus über ihm steht.

    Ich wollte mit dem Kreis eigentlich zeigen, dass es an jeder Stelle die Möglichkeit gibt einzugreifen, um ihm zu verantwortungsbewusstem Handeln zu verhelfen.

    Ich bewundere übrigens Leute, die ausdrücklich nicht an Gott glauben, sich aber aus welcher Motivation auch immer, durchaus selbstlos für andere einsetzen.

  13. Spannend – insbesondere weil ich mich gerade Anfang der Woche fragte, was Verantwortung eigentlich bedeutet ( z.B. in anderen Sprachen). Hier lieferst du mir die Antwort – die Fähigkeit zu antworten. *wow* Mehr davon!

    Danach schreibst du darüber zu agieren, nicht nur Opfer zu sein. Ich habe deinen Satz über „sich Gott opfern“ sehr wohl wahrgenommen – und darum geht es mir nicht (denn benutzt das Verb geben: ein sehr aktives Verb). Ich stelle fest, daß ich in vielen christlichen Kreisen eine sehr passive Opfermentalität erlebt habe, die dann auch noch als positiv dargestellt wurde. Das obige Beispiel mit Schlagzeug könnte ich um andere (harmlosere) locker ergänzen.
    Ich frage mich deshalb, wie wir als Christen aus dieser Opferkultur herauskommen können.

    SEGEN dir!

    shasta-cor

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