Gebet: Wie es uns verwandelt!

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„Wenn du beten willst,
so geh in dein Kämmerlein,
dein Dunkelkämmerlein,
und entwickle das Bild,
das Gott sich
von dir gemacht hat“
(Lothar Zenetti)

Vorbemerkung: Liebe Digitalkamerageneration. Eine Dunkelkammer ist nichts Anstößiges, in der Schweinkrams stattfindet… 😉 . Man hat früher in der Dunkelkammer Fotos entwickelt, ja, diese Dinger auf Papier, nicht die auf dem iPhone.

Dann: Abgesehen davon, dass Zenetti immer wieder lesenswert ist, ein Volltreffer. Denn in so wenigen Worten wird deutlich gemacht, wozu Gebet dienen kann. Es überspringt die Grenze zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt und holt das neue Bild Gottes von dir in die Wirklichkeit, sprich: Gebet verwandelt dich. Ganz sanft, Stück um Stück. Dabei kommen manchmal auch Chemikalien mit ins Spiel – sprich: dieser Entwicklungs-Prozess kann auch schmerzhaft sein, Wachstumsschmerzen sind nicht ausgeschlossen, Tränen im Gebet kein schlechtes Zeichen. Aber all das dient einem einzigen liebevollen Zweck: Dass du dir ähnlicher wirst, dem Bild, das Gott schon vor der Geburt von dir hatte. Alles Reiben, Schälen, Wegbrennen ist nur eins: Ausdruck tiefster Liebe Gottes zu dir.

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9 Antworten zu “Gebet: Wie es uns verwandelt!

  1. Zu Deinem Blog ein von Herzen kommendes Amen!

    Wobei Gott auch aus einem „über- oder unterbelichteten“ Bild ein Wunderwerk schaffen kann.
    Nur macht Er keine Bild-, sondern eher eine Herzensbearbeitung!

    Nicht Fotoshop, Fotoimpressions, Irfanview – nein. God’s View. Mitten rein ins Herz. Echt klasse.

    Hab die Macht des Gebetes an mir selber erfahren. Und erfahre sie täglich neu! Dank an Zenetti für diese wirklich zutreffenden Zeilen.

    (Christof, Deine Buchempfehlungen treiben meine Amazonkosten in ungeahnte Höhen 😉 – bald gehts zu Ikea, ich brauche ein neues Bücherregal!!!)

  2. „Aber all das dient einem einzigen liebevollen Zweck: Dass du dir ähnlicher wirst, dem Bild, das Gott schon vor der Geburt von dir hatte.“

    Schön, dass du das so deutlich sagst; Manche versuchen ihrem Bild von Jesus oder dem Bild vom idealen Christen ähnlicher zu werden – und verpassen bei allem guten Willen doch ihre Bestimmung.

    Liebe Grüße vom töx

  3. Als ich Kind war, verschwand mein Vater alle paar Monate im Bad. Das war zur Dunkelkammer umgebaut, und wenn wir lieb waren, durften wir auch mal mit, um zu gucken, wie das funktioniert… Und bald kamen die ersten Abzüge aus der Dunkelkammer. Schöne Kindheitserinnerungen!

  4. Das ist echt eine Hauptdimension des Gebets!
    Guter Hinweis!
    Gott will in erster Linie Gemeinschaft mit uns – Beziehung.
    Das ist der Kern.
    Deshalb ist Gebet in erster Linie Beziehungspflege.

    Erst danach ist es relevant in Sachen „Bitte erfülle meine Wünsche…“

  5. Ja das beschäftigt mich auch grade…! Gott hat gesagt er zerbricht unser SELBSTBILD und verwandelt uns in JESUS … SEINEN SOHN“
    Bin gespannt wie das wird
    🙂
    lg elke

  6. Junge, dein erster Satz sagt mir, dass ich alt werde – ich habe in der ersten Berufsausbildung noch in Dunkelkammern gestanden, Entwicklungsmaschinen geputzt und Reprokameras bedient und ähnliches.

    Und ja, Zenetti bringt es auf den Punkt bzw. auf das Wesentliche des Gebets: Nicht Gott eine Liste runterlesen, sondern in seine Gegenwart kommen und sich von ihm gestalten lassen…

  7. Mein Dunkelkämmerchen trage ich immer mit mir rum: z.B. in Versammlungen, wenn mal wieder endlos debattiert wird, fange ich an zu beten…
    beim Warten am Schalter in der Post, beim Autofahren von Hü nach Hott,
    und dann gibt es da noch die Dunkelkammer! die suche ich bewusst lânger auf, um mal ein intensives Gespräch mit dem „Chef“ zu führen – ha, welche Erleichterung…

  8. sehr schön!

    wenn ich eine befürchtung am rande äußern darf: wir stehen heute leicht in gefahr das gebet zu instrumentalisieren… wir benutzen das Gebet um…

    dabei sollte es, wie in den kommentaren geschrieben wurde in erster linie um gemeinschaft, beziehungspflege und „in seine gegenwart kommen“ gehen.

    aber natürlich hat die zeit mit GOTT dann die folge, dass ich verändert werde… was ist aber, wenn ich es nicht werde? das ist wohl die häufigere erfahrung – aber vielleicht auch nicht ungewöhnlich, da man ja normalerweise auch nicht durch eine begegnung mit einem menschen total verändert wird, sondern normalerweise durch häufigere begegnungen…

  9. @Viktor: die Befürchtung teile ist. Sowie Gott selbst nicht mehr im Mittelpunkt steht, sondern irgendein Zweck, wird es schief! Letztlich ist das dann Götzendienst – zu Ende gedacht. Bei Veränderung finde ich Gelassenheit wichtig. Graduelle Veränderungen kann man selbst gar nicht messen – warum nicht einfach Gott arbeiten lassen und sich selbst dem aussetzen, ohne dauernd auf „die Waage“ zu steigen, um den Erfolg zu messen…

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