Ein kleiner Test: Wie du Glauben lebst, sagt dir, ob es Evangelium ist.

[picapp align=“right“ wrap=“true“ link=“term=joy+jump&iid=278105″ src=“http://view1.picapp.com/pictures.photo/image/278105/two-boys-diving-off-dock/two-boys-diving-off-dock.jpg?size=500&imageId=278105″ width=“380″ height=“254″ /]Welche „Frömmigkeit“ pflegst du, wo ordnest du dich ein? Legen wir los mit dem kleinen Augenöffner:

Versicherungsfrömmigkeit: „Am Anfang stehen Ungewissheit und Angst. Man hält die Gebote wie eine Pflichtübung, um sich Gottes Güte und Segen zu sichern. Ein Scheitern bewirkt neue Ungewissheit und Angst – ein Kreislauf der Trauer, des Pflichtbewusstseins, des Zornes beginnt.

Dankbarkeitsfrömmigkeit: „Am Anfang stehen Gewissheit und Freude über Gottes Annahme. Der Glaubensgehorsam geschieht aus Dank mit dem Ziel, Gottes Güte zu preisen. Alles Scheitern ist undramatisch: Gott schenkt einen angstfreien Neuanfang!“

Und? Meine Erfahrung: Viele fangen bei der Dankbarkeitsfrömmigkeit an und mutieren schleichend zur Versicherungsfrömmigkeit. Diese ist aber Ausdruck von Religiosität – nicht von der frohen Botschaft. Sie entstammt einer Zeit vor dem Kreuz und führt nie in die Freiheit. Karl Marx hat gesagt: „Es ist leicht ein Heiliger zu sein, wenn man nicht Mensch sein will“. Was für eine Wahrheit. Jesus hat uns schon angenommen, als wir noch Sünder waren – wir dürfen Menschen sein, weil Gott Mensch geworden ist. Du darfst sein – und du darfst werden, wie Gott dich meint.

…Und dennoch ist so vieles fromme Getue und Rechthaberei nur Religiosität und Versicherungsfrömmigkeit… WEG DAMIT! Du musst es nicht drauf haben, du bist nicht Christus, du bist angenommen, dir ist vergeben. Und nein: Du hast nicht die einzig wahre Schriftauslegung, du musst nicht moralisch sein, um Gott zu gefallen, sondern weil du ihm gefällst, darfst und kannst du dich ändern…; du bist nicht besser… du bist nur besser dran, weil du dich an Christus hängst! Tauch ein in die Dankbarkeit und plansche befreit los!

(inspiriert von Burghard Krause, danke an Lars Linder)

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7 Antworten zu “Ein kleiner Test: Wie du Glauben lebst, sagt dir, ob es Evangelium ist.

  1. Danke.

    Damit ist eigentlich schon alles wichtige zu diesem Beitrag gesagt.

    Man ist Gott dankbar, lebt seinen Glabuen in Vertrauen und dem Wissen, dass er da ist, und eine fürht. Man begegnet anderen Christen, die so vieles anderst machen, vergleicht. Die Angst, alles falsch zu machen, Gott nicht zu genügen, nicht angenommen zu sein, ist gesäht, und gedeit.
    Weg damit: diese Angst war nie Gottes Plan für uns.

    Ja, ein Augenöffner.

    LG

  2. deine texte sind so treffend. besonders der letzte absatz, ich freu mich immer wieder, wenn ein neue eintrag in dem abonierten rss erscheint 🙂

  3. Vielen Dank membersound – dennoch bitte beim nächsten Eintrag eine gültige email-Adresse angeben, sonst kann ich ihn nicht durchlassen. Selbstschutz…;-)

  4. Es ist eine sehr traurige Entwicklung, aber wundern tut sie mich – ehrlich gesagt -nicht. Ich habe viele Predigten gehört, die reformatorisch-froh begannen: sola gratia, sola fides. Um dann eine merkwürdige Wende zu nehmen: dieses große Geschenk erfordert von uns Dankbarkeit – aus Dankbarkeit eben sollen wir und endlich so … oder so…. oder so …. benehmen und uns des Geschenkes würdig erweisen.

  5. Da fällt mir doch jedesmal der Satz ein, der nach der Eucharistie gesprochen wird: „Damit wir ihre Freude und ihre Angst und Trauer teilen“ und an der Kirchentüre ist zumeist, auch bei mir, schon Schluss, nämlich indem man den uns unsympathischen Menschen nicht einmal grüsst…

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