Persönliche Lehren aus 2010(1): Grenzen spüren und achten!

Es ist schon spaßig. Nach der Kur fragen mich in den letzten Wochen viele Leute: „Na? Gut erholt?„. Und ich kann nur mit „Fettes Brot“ sagen: „Äh, Jein!“. Klar, man kommt zum Schlafen (obwohl…), macht mehr Sport (das stimmt), frische Luft (in der Tat). Aber sonst?

Sonst stelle ich vor allem eins fest. Meine Grenzen. Ich bin sensibler geworden für Müdigkeit, Erschöpfung und innere Grenzen – die in verschiedenen Rhythmen im Kleinen jeden Tag mal erreicht werden und im Großen wöchentlich, monatlich… in einer gewissen Weise bin ich also schneller an der Grenze, weil ich sie eben wahrnehme und nicht mehr überspiele, überarbeite, verachte und breche.

Gott markiert uns Grenzen. Heilsame Grenzen. Weil er dich und mich unendlich liebt. Die Missachtung dieser Grenzen aus einem Leistungsdenken heraus ist oft nichts anderes als gelebter Atheismus bzw. Götzendienst. Der Götze ist in diesem Fall das „ICH“. Ich kann das, ich schaffe das auch noch, ich bin stark, mir kann das nichts anhaben, das kriege ich auch noch hin!

Das Angebot des biblischen Gottes ist:

  • „Wenn die in deiner Weisheit eine Grenze erreicht ist, dann bitte mich, ich gebe sie dir gerne.“. (Jakobus 1,5)
  • „Wenn du zu viele Sorgen trägst, dann lade sie bei dir ab.“ (1. Petrus 5,7)
  • „Ich lade dir keine schwere Last auf, sondern eine leichte“. (Matthäus 11,28)
  • „Du darfst zu deiner Schwäche stehen und sogar sie betonen, denn dann kann ich in ihr stark sein!“. (3-mal im 2.Korintherbrief!)
  • u.v.m.

Das Faszinierende ist: Wer seine Grenzen annimmt, der wird sie durchbrechen. Wer sie aber willentlich und eogoistisch durchbricht, der wird auf Dauer daran zerbrechen. Das Versprechen Gottes ist es, dass er – wenn wir zu uns stehen, wie wir sind, einmalige, wunderbare, aber begrenzte Geschöpfe – in uns groß werden möchte. Und damit zerbröseln die alten Grenzen und es bleibt nur noch eine Grenze: der Himmel. In diesem Bewusstsein, in diesem Getragensein kann man mit Gott mutig und sehr bewusst an seine Grenzen gehen und hinter der Grenze neue Länder entdecken!

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