Alles eine Frage der Perspektive: Was wirklich zählt!?

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: „Wie war dieser Ausflug?“ „Sehr interessant!“ antwortete der Sohn. „Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?“ „Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.“

„Was hast du also gelernt?“ fragte der Vater. Und der Sohn antwortete:

  • Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier.
  • Wir haben ein teures TV-Gerät und sie haben sich einfach nur miteinander unterhalten.
  • Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört.
  • Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne.
  • Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.

Der Vater war sprachlos. Der Sohn fügte mit glänzenden Augen hinzu: „Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“

Alles eine Frage der Perspektive. DIE Testfrage lautet: Was hilft dir dieses oder jenes in 10 Jahren, 30 Jahren, in der Ewigkeit? Da ist das tolle Haus egal, der Fernseher längst auf dem Schrott und die Lampen verloschen. Ob ich hier oder da Recht bekommen habe, ist schon in einem Jahr egal. Ob ich den ultimativ besten Handy-Tarif habe? Schöne Dinge – aber zweitrangig, letztlich: wurscht.

Was in Ewigkeit bleibt, zählt wirklich. Tief gehende, authentische Beziehungen, die einen Raum der Verletzlichkeit, Offenheit und Heilung aufspannen. Zwischen Liebenden, in Freundschaften und zwischen Mensch und Gott. Beziehungen überdauern. Denn eines Tages werden beim ewigen Festmahl (Offenbarung 19) all diejenigen zusammenkommen und sich lieben und feiern und freuen, die ihre Hoffnung nicht auf sich selbst oder auf Ideologien oder auf Hobbys oder auf Besitz oder auf maximalen Fun gesetzt haben, sondern auf gute, tiefe Beziehungen:

Zu Gott zuerst – und dann durch ihn, seine Liebe und Kraft, auch zum Nächsten. Ich sage es ganz ehrlich von mir: Ich kann nur lieben und mich loslassen und befreit leben, weil ich Gott in Jesus gefunden habe. ER hat mir den Mut gegeben, kein Held sein zu müssen, sondern mich in ihm fallen zu lassen. Er hat meine Seele mit Frieden gefüllt, er verändert mich und heilt mich. Stück für Stück, manchmal schmerzhaft, aber ganz liebevoll. Manchmal rutsche ich zurück in alte Spuren, alte Verletzungen, dumme und schiefe Prägungen.

Aber das ist ok.

Nicht ich halte Gott – er hält mich. Und dich!

Sehen wir uns beim Festmahl? Das ist dann ein Reichtum, der wirklich zählt!

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