Kleine große Denker: Theologie eines 6-jährigen

Heute beim Anziehen für die Fahrt nach IKEA Heerlen in Holland. Sohn und Racker vom Dienst Ole (6) streift auf dem Boden sitzend seinen Schuh über, guckt mich kritisch an und dann kommt wieder mal so ein Hammer, bei dem man erst vor Lachen weg rollt und dann ganz still und andächtig wird…

  • Ole: Papa?
  • Papa: Mmh?
  • Ole: Wenn wir atmen, atmen wir Gott ein und aus, oder?
  • Papa grübelt, wundert sich, ringt nach Worten (selten!), Mama antwortet: Na, das ist – äh – eine gewagte Theologie…
  • Ole: Ja, wieso. Gott ist überall, er ist unsichtbar, also atmen wir ihn auch ein und aus…

Lachen bricht sich die Bahn, aber auch viel Nachdenklichkeit und Papa muss an Apostelgeschichte 17,28 denken….:

Denn in ihm, Gott, dessen Gegenwart alles durchdringt, leben wir, bestehen wir und sind wir.

Das ist einfach so, ob wir glauben oder nicht. Jeder Tag ein Geschenk, dass wir aufwachen nicht machbar, die Luft – ein perfekt ausgewogenes und auf unseren Körper abgestimmtes Wunder…

Dann: Gebet als das Atmen der Seele. Wir atmen Kraft ein, Sorge aus… wie laden Schuld ab, atmen Freiheit und Freude ein…

Ole hat Recht. Gott ist nicht gleich der Luft, logisch, Gott ist ja Person! – aber der Vergleich passt. Denn ich brauche Gott wie die Luft zum Atmen. Eigentlich jeder…

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