Seelischer Schmerz: Wie wir damit (nicht) umgehen sollten

Alles tut weh. Die Seele reibt sich wund an der Wirklichkeit. Alte Wunden liegen plötzlich offen. Der Körper reagiert bereits. Mit Schmerzen, Schlaflosigkeit, Magenproblemen, was auch immer…

Wie reagierst du darauf? Schmerz ist ja ein Indikator, dass etwas in dir geschieht und nach Heilung ruft. Diesen Indikator kann man vielfach falsch verstehen…:

  • Gegen sich selbst wenden. „Ich habe den Schmerz verdient, ich bin nicht schön, nicht gewünscht, irgendwo ist es richtig, wenn ich seelisch leide.“ Daraus folgen dann manchmal Hass gegen sich selbst, Selbstbestrafung, die unbewusste Suche nach Menschen, die einen genauso behandeln, wie man selbst von sich denkt, Selbstverletzung… Gott spricht: „Tu dir das nicht an! Dein Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes, ich habe dich gewollt. Das Leben hat dir Wunden geschlagen, aber du nimmst sie wahr, wie gut! Die meisten Menschen gehen darüber hinweg… du bist begabt, gewollt, du bist mein Kind…“
  • Verdrängen. „Ich muss ja funktionieren, kann nicht weinen, muss stark sein, also unter den Teppich damit.“ Aber dein Herz leidet weiter, noch mehr, wenn du es leugnest, wenn du es ignorierst. Du wirst daran krank werden, dein Körper, deine Seele. Gott spricht: „Die Wahrheit macht dich frei, stelle dich dem Schmerz. Du hast Angst, ich weiß, wirst du dein Leben noch meistern, wenn du durchhängst? Vielleicht gerade eben nicht – aber wenn du weiter verdrängst, wirst du leer laufen und deinen Schmerz einkapseln und du wirst bitter – willst du das? Ich möchte dein weiches Herz, ich will deine Mauern einreißen…“
  • Betäuben. Eine Spielart der Verdrängung. Man tut sich was „Gutes“, das kurzfristig positive oder erregte oder intensive Emotionen erzeugt. Schiebt sich Essen rein, Sport, Alkohol, Pornos, versinkt im Beruf… was auch immer. Alles taugt zur Betäubung. Weil es sich im ersten Moment gut anfühlt und lebendig. Es gibt den „Kick“. Aber der hält nicht an und das Herz schreit weiter. Also wird der Kick erhöht. Wo endet das? Eben… Gott spricht: „Stelle dich dem heutigen Tag, du begegnest mit in der Gegenwart, nicht in der Traumwelt der Betäubung. Ich will dich befreien und heilen…“

Jesus selbst hat den Weg vorgemacht. Durch den Schmerz hindurch, über das Kreuz und dem jämmerlichen Verrecken hin zur triumphalen Auferstehung. Und ja, es tut weh, seelischer Schmerz fühlt sich immer ein wenig wie sterben an. Aber lauf nicht weg. Ich kenne alle oben beschriebenen drei Methoden. Sie taugen nicht. Wiederhole nicht die Fehler, die andere gemacht haben. Glaube nicht den Lügen derer, die sagen, es ginge und es wäre alles vollkommen ok. Die Wirklichkeit beult sich immer unter dem Teppich, der kurzfristige Kick ist NIE befriedigend, zumindest nicht länger als 1-2 Stunden. Also lass es und stell dich in den Wind. Auch wenn es dir auf den Wangen peitschend brennt – das ist wohl immer wieder auch das Leben.

Von der Ewigkeit bei Gott heisst es: Gott wird alle unsere Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen. (Offenbarung 21). Dieser Gott ist schon heute da. Und er ist dir im Schmerz näher als im Triumph. Denn er schaut dich an und sagt: Ich weiß, mein Kind, ich erlebe es selbst. Täglich. Und ich sehe heute noch meinen Sohn da hängen… ich verstehe dich, ich bin bei dir und ich führe dich hindurch…

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