Ostern: Wie Kreuz und Auferstehung alles verändern und uns gleich mit!

„Das EGO ist der Teil von dir, der den aktuellen Zustand, den status quo liebt – selbst wenn er nicht funktioniert!“ (Richard Rohr; orig: „The ego is that part of you that loves the status quo, even when it is not working.“)

Wie schwer fällt Veränderung. Dieser Satz vom weisen Richard Rohr hilf auf die Sprünge, warum das so ist. Wir mögen sie schlicht und einfach nicht – die Veränderung. Veränderung zu bedürfen und dies einzugestehen heisst vielerlei:

  • den aktuellen Zustand als nicht befriedigend oder sogar als schädlich zu betrachten
  • dafür Verantwortung zu übernehmen, also zu sagen: ICH und niemand sonst kann daran etwas ändern!
  • abzulehnen, anderen die Schuld zuzuschieben (was nichts anderes als die Verweigerung einer Veränderung bedeuten würde)
  • zu akzeptieren, dass man selbst nicht Gott ist. Sicher, das würde keiner so behaupten, aber Aussagen wie: Ich gestalte mein Leben selbst, ich lasse mir von keinem reinreden, ich bin der Herr meines Lebens – sind religiöse Aussagen eines Menschen, der sich ganz oben weiß, dort, wo sonst nur Gott ist. Diese Aussagen können nur getroffen werden, wenn man keinen Gott über sich weiß!
  • sich auf ein Wagnis einzulassen, das entsteht, wenn man das Alte losgelassen hat und noch nichts Neues gefunden hat. Dieser leere Raum ist bedrohlich – gerade für Kontrollmenschen.
  • das EGO als alte Natur in mir als etwas zu betrachten, das es nicht gut mit mir meint, ja, mich sogar eher zerstören würde, bevor ich mich wirklich ändere…
  • Kontrolle fallen zu lassen, denn Leben heisst nicht, einen Stand finden und bewahren, sondern stetig verändert zu werden, fragt sich nur von wem und wohin? Ich denke, der Gott, wie ihn uns Jesus Christus zeigt, ist die beste Antwort…
  • sich helfen zu lassen – von einem Menschen, von Gott… das wiederum bricht maximal den Stolz…

Man könnte hier noch jede Menge anführen, ohne groß grübeln zu müssen. All das macht klar: Veränderung zu beginnen, verlangt nach Demut. Selbsterkenntnis. Verantwortung. Das klingt unglaublich anstrengend und ist es auch. Sich dauernd zu hinterfragen, dauernd an sich dran zu bleiben, notwendig, aber mühsam… geht es auch einfacher? Ja! Fragen wir doch mal den, der den Menschen gemacht hat… 😉

Wenn wir aus eigener Kraft diesen Prozess gehen wollen ein Leben lang, werden wir dabei nicht froh, denn er verlangt alles! Wenn wir ihn aber nicht gehen und verweigern, zerstören wir uns, erreichen nicht die Fülle des Lebens und zerstören die Menschen um uns herum, denn mit Göttern auf dem EGO-Trip ist schlecht zusammen zu leben…

Die Lösung findet sich in Ostern. Wenn wir uns an Jesus Christus hängen, Gottes Kinder werden, geschieht eine reale Transformation unseren Innenlebens. Der Apostel Paulus drückt es radikal so aus:

24 Nun, wer zu Jesus Christus gehört, hat seine eigene, alte Natur, sein EGO, mit seinen falschen Begierden gekreuzigt. 25 Da wir also durch Gottes Geist ein neues Leben haben, wollen wir uns jetzt auch auf Schritt und Tritt von diesem Geist bestimmen lassen. (Galater 5,24.25)

Fakt 1: Die alte Natur ist tot. Aber die Fahr-Rinnen der alten Natur sind noch da. Wir rutschen in sie hinein, weil wir gewohnt sind, in ihnen zu fahren. Selbst wenn unser Fahrzeug ein anderes ist…

Fakt 2: Die neue Natur ist da – unser freier Wille ist es nun, aus dieser neuen Natur heraus zu leben. Gott zwingt uns niemals etwas auf! Aber: Zum ersten Mal können wir anders leben, haben eine andere Triebkraft, ein anderes Zentrum. Veränderung wird möglich. Wer sich vom Geist bestimmen lässt, der erfährt Veränderung. Unweigerlich. Unvermeidlich. Voller Kraft!

Ostern sei Dank. Dafür ist Jesus gestorben und auferstanden. Damit du versöhnt mit Gott ganz anders leben kannst!

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