Gott und Götze: Wie die beiden nah beieinander liegen!

God – mystery = Idolatry (Mark Batterson auf twitter) (Gott – Geheimnis = Götzendienst)

Raube Gott seiner Größe, mache ihn erklärbar bis ins letzte, bring ihn unter deine Kontrolle. Schaffe einfache „aus a folgt b Zusammenhänge“, sage viel ICH und nicht du, betone Ergebnisse anstatt Prozesse und Wege …

… und du produzierst teuflisch unmerklich einen christlich angestrichenen Götzendienst. Klar ist: Gott hat sich offenbart. Das Geheimnis, das wir für unser Leben brauchen, notwendig brauchen, ist gelüftet. Es ist keine Methode, es ist kein Rezept für ein glückliches Leben, es ist eine lebendige Person: Jesus Christus. Und das offenbarte Geheimnis wird ergriffen nicht vom Kopf, sondern in der Bewegung, in der Nachfolge.

Aber wie schnell wird aus der Bewegung Dogmatik, Stillstand, Rezept zum glücklichen Leben, nur eine neue Facette für das eigene Kontrollbedürfnis. Jesus lehrt das Gegenteil: keine Kontrolle, keine weltliche Sicherheit mehr, alles aufgeben, um alles geschenkt zu bekommen, zerbrochen werden, um zu neuer Kraft, zur neuen Fülle zu gelangen. Jesus lehrt Paradoxien, die unser Leistungs- und Kontrolldenken komplett sprengen…

… und so hineinführen in eine ungemein spannende, nicht in Schubladen zu pressende, dynamische, kraftraubende und gleichzeitig kraftschenkende Beziehung. Auf dem Weg in der Nachfolge Jesu wird uns Stück für Stück aus Liebe alles Leistungsdenken aus dem Herzen geholt, Gott wird nicht ruhen, bevor wir nicht frei sind in IHM. Aus Liebe. Leistungsdenken ist die Pest, das Kreuz und die Vergebung die Kur!

Sowie wir diesen geheimnisvollen Weg und diesen geheimnisvollen Gott (der sich trotzdem offenbart, aber gleichzeitig immer größer bleibt…) unter Kontrolle bringen, aus ihm ein System machen, sowie unser Glück der Mittelpunkt ist und nicht mehr die Hingabe an ihn… sowie wir das tun, verlassen wir den Weg des Segens und betreten den breiten und viel gegangenen Weg des Götzendienstes. Ein Weg, der das schnelle Glück und den leichteren Gang verspricht – aber in die Dunkelheit führt… dabei sieht er sooo christlich aus. So dass man angesichts einer solchen Irreführung eines christlichen Leistungsdenkens nur sagen kann: Vade retro satanas! Weiche von mir Satan!

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