Glaube ohne Werke ist tot – toll! Aber wie? (Jakobus 1,22)

Hört euch diese Botschaft nicht nur an, sondern handelt auch danach; andernfalls betrügt ihr euch selbst. (Jakobus 1,22)

Wer so gepolt ist wie ich (melancholischer Perfektionist), bricht nach dem Lesen dieses Verses in Schweiß aus, fühlt sich schuldig, fühlt sich den geistlichen Puls und verurteilt sich als Heuchler. Dann folgt schlimmstenfalls noch frommer Aktivismus: Jetzt muss ich was für den Herrn machen!

Seien wir ehrlich: Appelle bringen überhaupt nichts. Genauso wenig wie gute Vorsätze an Silvester. Der Vers appelliert aber nicht – ich mache daraus durch meine inneren Stimmen eine Anklage, einen Appell. Der Vers aus dem Jakobusbrief beschreibt nur eine geistliche und für Juden vollkommen normale Realität.

Im Vers vorher heißt es: „…geht bereitwillig auf die Botschaft ein, die euch ins Herz gepflanzt wurde“. Hier scheint mir der Knackpunkt zu liegen. Es gibt einen verkopften, theoretischen Glauben, der nicht in den Alltag findet. Ohja! Aber die Lösung ist nicht ein Appell – sondern die Tatsache, dass die Botschaft der Gnade und Liebe Gottes ins Herz dringt und dort Wurzeln schlägt! Dann sind wir aufgefordert, auf die inneren Impulse einzugehen und zu gehorchen. Ohne Botschaft im Herzenunmöglich. Frommer Mummenschanz!

Also? Was tun? Die Botschaft des Evangeliums studieren, meditieren, mit allen Sinnen verinnerlichen, Blockaden des Herzens beseitigen – damit immer mehr der ganze Mensch (denn dafür steht im jüdischen Denken das „Herz“) vom Geist durchtränkt wird. Auch dann kann man sich noch dem Sprechen des Geistes im Inneren widersetzen (Gott vergewaltigt niemanden und respektiert den freien Willen), aber NUR dann wird Gehorsam aus Glauben – und nicht aus Angst, schlechtem Gewissen und Druck: möglich!

Hier endet die Andacht, doch: bitte Bild genießen (anklicken!) und dann weiter lesen….;-)

Vom 24.11-27.11. werde ich auf dem herrlichen Forggenhof ein praktisches Seminar halten zum Thema Spiritualität. Das Bild ist übrigens der Ausblick vom Forggenhof – ein Traum!

In kleiner Runde über Glaubenspraxis reden, diskutieren, hilfreiche Inputs, praktische Übungen aus allen Bereichen der Spiritualität und dabei auch jede Menge gemeinsamer Genuss und Zeit für Stille – das soll diese herrlichen Tage prägen. Bereichert werden – auftanken!

Noch sind einige Plätze frei! Ich würde mich freuen, wenn wir ein Stück gemeinsamen gehen könnten Infos hier: http://forggenhof.feg.de/

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