Jesus hat keinen Nerv auf Menschen oder: NT burnout-Prävention

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Jesus dient Massen von Menschen. Redet. Heilt. Und kann irgendwann nicht mehr. Spürt sein Ausgelaugtsein. Braucht Ruhe mit seinem Vater (Mt 14,22.23). Verabschiedet die Menge und drängt(!) seine Jünger, schon mal wegzufahren. Ich bleibe bei dieser Tatsache hängen, obwohl sie längst nicht so spektakulär daher kommt wie der Rest unserer Geschichte. Jesus spürt sensibel seine Grenzen. Empfindet die Störung der Balance zwischen Geben und Empfangen, Aktivität und Ruhe, Gemeinschaft und Alleinsein. Jesus betreibt burn-out Prävention. Er liebt die Menschen, er hat garantiert tiefe Freude an seiner Arbeit, zu verkünden und zu heilen. Jesus zieht sich nicht aus Frust zurück, sondern weil die innere Balance gestört ist. Er braucht das Loslassen, Ausruhen und Empfangen – bevor es weiter geht.

Seine Jünger brauchen diese Zeit eigentlich auch – aber sie erleben sie ganz anders. Voller Angst und gottverlassen. Der erste Schritt ist: Wahrnehmen, dass Ruhe dran ist und diese sich gönnen. Der Schlüssel aber ist: Dass diese Ruhe von Gottes Gegenwart erfüllt ist. Egal ob im Sturm oder auf dem Berg.

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