Ich bin gestorben, um zu leben! Alles andere als unheilig durch den Schmerz der Seele.

Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es ein einzelnes Korn. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12,24; NGÜ)

FeldEs gibt Tage, da fühle ich mich einfach unterirdisch! Gerade in dieser Jahreszeit, wo morgens noch alles dunkel ist und zäher Nebel die Straßen mit einer zähen grauen Sauce übergießt. Da schluffe ich an den Schreibtisch oder fahre zum ersten Termin – und es tut weh. Tief drinnen. So fühlt sich Dunkelheit an, die nach dem Herzen greift. Ich fühle mich unterirdisch und frage: Warum!? Warum Gott, vergräbst du mich jetzt in diesem Loch?

Die Warumfrage ist erlaubt. Nicht als Anklage, die ins Leere geht und den Schmerz verstärkt. Aber als ehrliche Frage mit offenem Horchen auf das, was Gott zu sagen hat. Denn wenn Gott antwortet, wird aus dem Warum schnell das Wozu. Heute morgen zum Beispiel: „Wenn du dich unterirdisch – wie eingegraben – fühlst, dann nicht, weil ich dich begraben habe, um zu vergehen. Sondern weil ich einen Teil von dir begraben habe, damit er wächst und neue Frucht bringt. Aber mein Kind: Dieses Vergraben ist auch ein Stück Loslassen und Sterben. Schau auf das Wozu. Nicht um im Grab zu bleiben. Sondern um neue Frucht zu bringen. Mehr Freude, mehr Freiheit!“

Ja, wir sind eine neue Schöpfung in Christus. Aber Gott wird in seiner Liebe nicht aufhören, die Narben, Wunden, Verkrümmungen, Haltungen unserer Seele zu verwandeln. Damit diese neue Schöpfung mehr Raum gewinnen kann. Dieser Verwandlungsprozess ist alles andere als leicht. Etwas muss sterben – damit etwas anderes wachsen kann. Jesus ist diesen Weg im Großen gegangen, damit wir ihn im Kleinen nachbuchstabieren können. Weil aber der große Weg gegangen und gültig ist, gilt: Alles wird gut!

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