Selbstverdammt und gottverdammt. Niemals!

Denn wann immer unser Gewissen uns anklagt, dürfen wir wissen: Gott in seiner Größe ist barmherziger als unser eigenes Herz, und ihm ist nichts verborgen. (1.Joh 3,20; NGÜ)

body-116585_640Angenommen, dein Sohn oder deine Tochter ist in der Ausbildung. Du weißt schon von kleinauf: Da ist eine echte Hochbegabung! Die muss sich entfalten, die muss geschult werden – aber es ist einfach großartig, was in deinem Kind angelegt ist! Doch Hochbegabte haben es oft schwer. Können es kaum ertragen, an Grenzen zu kommen und zu versagen. Nun also die Ausbildung. Du spürst wie dein Kind „geschliffen“ wird und seine Gaben schärfen muss. Ausprobieren, hinfallen, aufstehen, weitergehen. Wie schwer!

Wie handelst du? Dein Kind kommt nach Hause, gebeutelt, vielleicht auch gerade am Rande der Kraft, kommt sich selbst klein und unfähig vor. Du wirst rot anlaufen, den Mund aufreißen und eine Welle der Wut und der Beschimpfungen über dein Kind herab prasseln lassen. Nicht? Es richtig fertig machen. Es ist doch so klug und begabt! Was macht es für einen Mist! Soll sich doch anstrengen! Und nach der Gardinenpredigt gehst du auf Distanz. Bestrafst mit Desinteresse. Soll doch sehen wo es bleibt. So weit unter den Erwartungen zu bleiben. Unglaublich.

Nein – so würden wir hoffentlich nicht handeln. Es tut schon weh, allein diese Beschreibung zu lesen! Doch… wir gehen erstens mit uns selbst und unserem Herzen so um. Und wir glauben zweitens dass Gott so denkt, fühlt, handelt. In einem solchen Strom von Selbst- und Gottverdammnis kann man sich nur weg ducken und verkriechen. Warum sollte man sich selbst da noch mögen – und Gott dazu!

Wie gut, dass Gott ganz anders ist. Immer barmherziger. Gnädiger. Größer. Liebevoller. Immer.

Nun muss ich es noch lernen. Dann darf man Herz zur Ruhe kommen.

Advertisements