„Warte, bis Papa nach Hause kommt!“ – Endgericht statt Festmahl?

Du wirst mit uns Erbarmen haben und alle unsere Schuld wegschaffen; du wirst sie in das Meer werfen, dort, wo es am tiefsten ist. (Micha 7,19; GN)

„Komm du mir nach Hause!“ Das sind so Sätze, wie Kinder sie wohl fürchten und hassen zugleich. Da droht Strafe! Oder andersherum: „Warte, bis Papa nach Hause kommt, dann wirst du schon sehen…“. Unheilvoll verklingen diese Drohworte im Raum. Die Stunden, bis Papa dann kommt und sein Urteil beschließt und vollstreckt ziehen sich wie Kaugummi und sind eine einzige Quälerei.

submarine-168884_640Ich kenne solche Sätze durchaus und mache sie meinen Eltern nicht mehr zum Vorwurf. Sie wussten es nicht besser und ich weiß selbst aus eigener Elternschaft, wie diese manchmal an die Grenzen führt. Aber solche Sätze können tief gehend verunsichern und ein gesundes Bild von den Eltern und vom „Zuhause“ beschädigen. Denn was geschieht, wenn wir das auf Gott übertragen? Gut – du bist gerettet durch Jesus Christus. Na, gerade so! Aber warte mal, wenn Papa wieder kommt, dann kommt das Endgericht und dann wirst du schon sehen!

Nun ich denke, wir werden sehen. Wir werden sicherlich auch sehen, wo wir weit unter unseren Möglichkeiten geblieben sind und darüber sich trauern. Aber noch viel mehr werden wir sehen und erleben, was jetzt schon gilt: Wir sind mit Christus gestorben, auferstanden, erhöht worden, haben eine neue Würde, einen neuen Stand in Christus. Unsere Sünde ist ins tiefste Meer versenkt und von dort wird Gott sie nicht mehr mit einem U-Boot hervor holen. Nein – Gott wird keine alte Sünde mehr ausbuddeln. Stattdessen werden wir eine Dankbarkeit, Freude, Liebe, ein Jubeln erleben, dass die ganze Welt noch nie erlebt hat. So schlägt Gottes Herz für dich!

Advertisements