Muss ich denn sterben, um zu leben? – Dinge sterben lassen, damit sie neu werden können.

Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es ein einzelnes Korn. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. (Johannes 12,24; NGÜ)

Aaahh, da liege ich so richtig gemütlich auf der Couch! Die Fernbedienung neben mir, eine Tüte Chips, ein Bier. Klasse! Das muss auch mal sein, oder? Einen klasse Film gucken. Abschalten.

wheat-381848_6402 Stunden später. Der Film ist zu Ende und ich will mich aufrichten und merke, wie steif ich geworden bin. Puh, naja, ich bin auch nicht mehr 25 Jahre alt. Es war ja auch so bequem. Die Chips füllen meinen Magen, Antipasti haben sich dazu gesellt. Kann ich nicht einfach liegen bleiben? Nein, so weit geht es dann doch nicht. Das Bett ruft…

Es ist trotzdem erstaunlich, wie schnell sich Komfortzonen bilden. 2 Stunden gerade einmal. Wie ist das bei Komfortzonen, die ich schon Jahrzehnte pflege? Die haben sich auch ganz tief als neuronale Muster ins Gehirn eingefräst. Das Gehirn sagt: Mach mal so weiter wie immer – das spart Energie und du weißt, wo du dran bist! Leider ist diese Autobahn, die ich da fast automatisch entlang fahre, nicht immer der beste Weg. Sondern entstanden aus Prägungen, Wunden.

Jesus Christus verspricht neue Wege in seiner Nachfolge. Heilung der Verletzungen. Er verändert uns sogar durch seinen guten Geist. Aber – wir müssen bereit sein, etwas sterben zu lassen. Es ihm zu geben. Jesus, nimm meine Wut, die da immer automatisch hochkommt und verwandle sie! Jesus, nimm mein selbstzerstörerisches Verhalten. Führ es in den Tod und lasse Neues auferstehen. Das ist immer der Weg – etwas loslassen in den Tod, damit es neu werden kann. Nicht verdrängen – loslassen und dahin geben. Das ist: Verlassen der Komfortzone. Den Rest macht er.

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