Hingezogene Hoffnung macht das Herz krank…

Hingezogene Hoffnung macht das Herz krank, aber ein eingetroffener Wunsch ist ein Baum des Lebens. (Sprüche 13,12; ELB)

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da ist mein Herz langsam bitter und krank geworden. Eine Zeit, in der ich mit Gott gerungen und gekämpft habe, aber er einfach nicht das tat, was ich erbat und erwünschte: sich mir zu zeigen und mein Herz so zur Ruhe zu bringen. Jahre hat das gedauert und ich habe in dieser Zeit mehr und mehr gelernt und bin noch mitten drin, dass ich mein Herz zur Ruhe bringen kann – und dann zeigt sich Gott. Ich habe Methoden, Masterpläne, Patentrezepte abgestreift und habe wieder auf den geschaut, um den es geht.

tree-338211_640Gott hat in dieser Zeit meine Grenzen und inneren Mauern respektiert – obwohl mein Gebet darum gerungen hat, dass er sie sprengt und übergeht. Aber Gott ist niemals Grenzverletzer. Ebenso gilt: Er spielt nicht mit uns aus Gehässigkeit oder um uns für irgend etwas zu strafen. Dieses kaputte Gottesbild bewirkt auch, dass Hoffnungen sich hinziehen. Alle Schuld, alle Sünde hat am Kreuz ihr Ende gefunden, also wird nichts, in Worten: NICHTS mehr gegen uns verwendet von Gottes Seite.

Trotzdem braucht man mit Gott einen langen Atem – denn er hat Zeit, behutsam zu warten. Er kennt den optimalen Weg für mein und dein Herz. Aber – und hier müssen wir nun den Sprung vom AT zum NT vollziehen – ein Gedanke hilft aus hingezogenen Hoffnungen und ich denke manchmal, dass genau dieser Gedanke, bzw. das Bewusstsein dafür, der Baum des Lebens ist. Dieser Gedanke lautet: Gott ist da. In dir, um dich herum. Das sagt Jesus selbst am Ende seines irdischen Lebens zu. Das wahrzunehmen und von sich weg auf diese Gegenwart Jesu zu schauen – das kann das Herz heilen.

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