Der Heilige Geist als ‚comforter‘ und unsere Komfortzone

Der Vater wird euch in meinem Namen den Helfer senden, der an meine Stelle tritt, den Heiligen Geist. Der wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst schon gesagt habe. (Johannes 14,26; GN)

person-110303_640Deutsche Sprache! Da wird der Heilige Geist zum Helfer degradiert. Andere Übersetzungen lauten: Anwalt, Beistand. Alles sehr nüchtern und eben auch nie ganz dem Griechischen entsprechend! Und solche Übersetzungen prägen ja unser Bild von etwas – und leider manchmal schief. Entdecken und staunen wir doch einmal neu über den Schatz des Heiligen Geistes!

Der Heilige Geist ist das Geheimnis der Gegenwart Christi in jedem Glaubenden. Pure Dynamik. Dynamis steht im Griechischen an anderer Stelle – unser Dynamit kommt daher. Er ist aber auch auch Tröster. Das hat bereits etwas sehr Liebevolles. Und wie sollte es auch anders sein? Jesus Christus begegnet den Seinen doch genau so. Nicht den Perfekten, Makellosen – sondern denen, die zerbrochen und bedürftig sind und sich vertrauensvoll an ihn hängen. Ich neige dazu, in meinem Denken ein altes englisches Wort zu übernehmen, das an dieser Stelle in vielen Bibeln steht: comforter. Einer der tröstet, Wärme gibt, auf Jesus hinweist, heilt, hält. Klingt das zu weich? Ganz im Gegenteil…

Denn wenn wir einen ‚comforter‘ brauchen, dann doch deshalb, weil es vorher nicht nur komfortabel war! Weil Gott möchte, dass wir die Komfortzone verlassen und uns den Wachstumsimpulsen Gottes im Leben aussetzen. Ohne den ‚comforter‘ würden wir daran manchmal bitter werden. Mit dem ‚comforter‘ werden diese zu Wachstumsbeschleunigern. Und andersherum: Kann es sein, dass wir so wenig ‚comforter‘ erleben, weil wir so gerne in der Komfortzone bleiben?

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