Er senkt sich sanft in dein Krippenherz… (Nachdenkliches zur Weihnacht)

Still in eine unscheinbaren Krippe. Kommt Gott. Gottes Wunder geschieht da, wo wir zweifeln und taumeln, wo es bei uns ärmlich wird und schlicht.

egg-351814_640Still kommt Gott in dein Leben. Oder will kommen – wenn du ihn bisher nur beiläufig wahrgenommen hast. Du glaubst, du musst ihm großen Hofstaat machen. Den roten Teppich ausrollen. Er käme nur, wenn du lobpreist, gehorsam bist, brav und nett. Das Gegenteil ist der Fall… öffne deine Hände, auch die Hände deines Herzens wie eine Krippe – zeig Gott das Stroh in deinem Herzen, ja, da ist kein Gold… das wird später gebracht.

Und Gott legt sich unendlich sanft und still in deine Leere. In dein dürres Land. Dein taubes und wundes Herz. Immer wenn du glaubst, du kannst ihm mehr als dein Krippenherz bieten, versuchst du ihn zu kontrollieren, in den Griff zu bekommen, vielleicht sogar zu manipulieren. Du meinst den Königsweg gefunden zu haben, hier und jetzt doch schon… Paradies zu bauen. Zu schaffen.

Doch das Paradies auf Erden, das findet sich da, wo wir unser Krippenherz öffnen und sich Gott sanft hinein senkt. Genau an dieser Stelle leuchtet es hell auf. Sperren wir das Licht ein, verlassen wir die Krippe, versuchen wir das Licht zu nähren mit etwas anderem als unserer Bedürftigkeit, verlieren wir es. Kann es sein, dass Gott uns deswegen immer wieder nicht nur in die Vollmacht, sondern auch gleichzeitig in die tiefe Bedürftigkeit hinein führt?

Öffne dein Krippenherz, halte dein Stroh dem Kommenden hin. Es reicht ihm. Es zu füllen.

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