Vom schwere Lasten tragen… und loswerden.

Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag! Der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last mit sich bringt. (Matthäus 6,34; NGÜ)

Sensible Menschen sind nicht selten auch Lastenesel. Vielleicht gehören Sie ja dazu? Ich schon. Ein paar Merkmale:

  • Sie spüren recht schnell, ob es einem Menschen nicht gut geht.
  • Sie bemerken, dass Konflikte und Probleme anderer Sie so schnell nicht loslassen.
  • Sie denken Gespräche und Situationen mehrfach und in alle Richtungen durch, um ja sicher zu sein.
  • Sie spüren körperlich Lasten auf Schultern und/oder Rücken.

heavyErkannt? Es scheint so, als wenn nicht nur die eigene Lebenslast auf den Schultern ruht, sondern noch die schweren Erfahrungen und Emotionen anderer gleich mit aufgenommen werden. Das Problem: Wenn ich selbst ein gutes Lasten-Management habe und dann freiwillig(!) entscheide, dass ich temporär die Last eines anderen tragen möchte – wunderbar! Doch oft ist bei sensiblen Lasttieren genau das nicht der Fall. Das eigene Leben schwer genug – die Übernahme fremder Lasten fast reflexartig. Dazu noch die Ansprüche anderer an mein Leben und Handeln. Noch mehr Last!

Hier läuft etwas schief. Denn das Übernehmen von Lasten ist neben der natürlichen Sensibilität auch ein gutes Stück schiefe Prägung. Wo Mama und Papa schwer zu tragen hatten und damit nicht fertig wurden, hat nicht selten auch das Kind Last übernommen anstatt unbeschwert zu leben. Jesus will direkt und durch seelsorgerische Begleitung diese Prägung heilen. ER ist der Lastenträger, seine Last ist leicht. Wo wir selber weiter tragen wollen, verweigern wir – aus falscher Stärke, Stolz oder Opfermentalität – zugesagte Entlastung. Jesus trägt die Last. Du bist nicht Jesus. Lass Last los!

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