Die Sache mit der Liebe zu Gott…

Psalm 62,9 (NGÜ) „Vertraut auf ihn zu jeder Zeit, ihr alle aus meinem Volk! Schüttet ihm euer Herz aus! Gott ist unsere Zuflucht.“

Die Sache mit der Liebe – alles andere als einfach! Schon zwischen Menschen ist das so. Mann und Frau treffen aufeinander mit ihren jeweiligen Ecken und Kanten und Prägungen und dann geht es los! Liebe ist großartig – aber auch kompliziert. Wenn das erste große Gefühl gewichen ist, geht es an die Arbeit. Sich entdecken, kennen lernen, aneinander reiben und verändern, Kompromisse schließen und hoffentlich immer wieder zwischendurch: tiefe Liebe in all dem entdecken.

flowerBei Gott scheint es mir oft genau andersherum. Wir bekommen gesagt, dass er uns liebt, entdecken vielleicht auch seine große Gnade und sind von dieser Liebe überwältigt. Wir nehmen dieses Geschenk, die Liebe an und auf in unser Herz (oder Denken?). Wenn wir es angenommen haben, lesen wir viel über Gott, machen erste Erfahrungen und hoffen, dass immer mehr auch eine große Innerlichkeit entsteht und – ja – auch das Gefühl nachkommt.

Das Problem ist: Gott ist nicht sichtbar. Wir kommen mit unseren klassischen „Liebessensoren“ nicht zurecht. Dennoch macht der Psalm klar: Es gibt diese innerliche Beziehung! Geben und nehmen. Sich verschenken und beschenkt werden. Daran will ich fest halten. Die geistlichen Sensoren für Liebe finden sich aber weder in klugen Gedanken noch in großen Gefühlen – auch wenn beides „dabei“ sein kann! Liebe zwischen Gott und Mensch ereignet sich, ist nicht „machbar“. Genau so wenig wie wir das Aufblühen einer Blüte machen können. Aber wir können es fördern – und verhindern. Die Kunst der Liebe zwischen Gott und Mensch ist also weniger ein Machen – als ein Zulassen und sich öffnen. Das will ich lernen!

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