Starte die Sorgenschleuder! Und kawumm!

Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.. (Philipper 4,6; NGÜ)

Ich hatte als Kind so um die 10 Jahre ein Lieblingsspielzeug. Eine Nachbildung einer historischen Steinschleuder, wie sie bei dem Sturm auf Festungen benutzt wurde. Irgendwann lag diese aus Plastik bei der Zeitschrift YPS dabei (die Älteren werden sich erinnern…;-). Unendlich viele Kiesel habe ich damit gegen ebenso unendlich viele Hindernisse geschleudert und mir dabei vorgestellt, wie Festungen weichen mussten, wenn dicke Felsbrocken gegen die Palisaden knallten! Kawumm! Herrlich.

Gott fordert uns auf, zur Sorgenschleuder zu werden. An anderer Stelle schreibt er sogar wörtlich, wir sollen alle Sorgen auf ihn werfen – hier ist es eine kraftvolle Aufforderung, ja ein Gebot! Sorgt euch um nichts! Legt eure Sorgen als Gebet zusammen sorgemit Dankbarkeit auf die Sorgenschleuder und ab dafür! Warum sind Gott ausgerechnet Sorgen so wichtig? Weil sie Ausdruck einer ungesunden Ichbezogenheit sind. Sich in Sorgen um etwas drehen bedeutet: Ich bin ja verantwortlich. Ich muss es machen, planen, hinkriegen! Hier geht es nicht um Zukunftsplanungen – da sollen wir verantwortlich handeln – sondern um die Frage: Drehst du um deine Sorgen? Sowie du das tust, kannst du nicht um Gott drehen und wirst unfrei! Deswegen ist Gott dieses Thema so wichtig – weil nur im Drehen um IHN Freiheit und Weite wartet.

Die Sorgenschleuder reißt also eine eine ganz andere Wand ein, auch wenn die Sorgenbrocken Richtung Gott fliegen – zerstört wird die Gefängnismauer unserer Ichbezogenheit. Alles Wesentliche macht er. Er sorgt sich an meiner Stelle. Du – lebe! Unbeschwert.

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