RIP – Ruhe in Frieden. Hoffentlich…

Trotzdem sind wir voller Zuversicht. Am liebsten würden wir aus unsererm Körper ausziehen und beim Herrn leben. (2.Korinther 5,8; BB)

Kaum stirbt ein Prominenter, geistert inflationär ein Kürzel durch die Zeitungen und vor allem durch die sozialen Medien: RIP. Ruhe in Frieden. Rest in peace. Requiescat in pace – so heißt es auf lateinisch in der katholischen Bestattungsliturgie.

imageAls Wunsch für einen Verstorbenen finde ich das auch vollkommen in Ordnung – aber daraus scheint hier und da ein „Alle, alle kommen in den Himmel und erleben endlich übernatürlichen Frieden!“ zu werden. Doch worauf gründet sich eine berechtigte Hoffnung und Gewissheit? Ich habe nun nicht über einen Menschen zu richten – wie gut! Aber wenn alles neblig und schwammig bei diesem wichtigen Thema wird, dann hat die konkrete Hoffnung auch eben keine konkrete Auswirkung mehr in unserem Leben! Dann weicht das konkret von Gott zugesagte dem watteweichen aber diffusen Gefühl, dass ja „dann alles irgendwie besser ist“. Das ist mir zu wenig! Für ein nebulöses Bauchgefühl ist Jesus auch nicht hingerichtet und auferweckt worden.

C.S. Lewis hat das jüdische Denken aufgegriffen und betont, dass der Tod keine qualitative Grenze sei. Wer vorher mit Gott zusammen gelebt hätte, der würde es auch hinterher, weil Gott treu sei. Wer nicht mit Gott zusammen gelebt hätte – der eben nicht. Himmel und Hölle sind eben bereits diesseitige Realitäten. Paulus hat diese gelassene und konkrete Hoffnung, die ihn fröhlich, fast sehnsuchtsvoll in die Zeit nach dem Tod schauen lässt. Aber was ist mit Menschen ohne Jesus, die ihn gar verleugnen, Gott ablehnen? Ich lasse diese Frage offen – aber ich weiß eins: RIP wünsche ich jedem Menschen – zusagen kann ich es aber nur dem, der in Christus lebt und stirbt.

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