Carpe diem. Der Weg ist das Ziel. Und andere „Weisheiten“…

Wir wollen den Blick auf Jesus richten, der uns auf dem Weg vertrauenden Glaubens vorangegangen ist und uns auch ans Ziel bringt. (Hebräer 12,2a; GN)

leiter„Der Weg ist das Ziel“ – „carpe diem, pflücke den Tag!“ – „Lebe gegenwärtig“. Diese vermeintlichen Weisheiten sind in längst im Bodensatz unseres gesellschaftlichen Denkens angekommen. Kein Wunder, so sind diese Weisheiten doch bestens vereinbar mit einem hedonistischen Lebensstil. Nur nicht verantwortlich denken, immer schön den Moment maximal auskosten. So mutieren diese recht banalen Sätze zur Entschuldigungsformel der Entscheidungsunfreudigen. Ich lebe so vor mich hin und verweigere einen konsequenten Weg – nun kann ich es noch „philosophisch“ untermauern. Sehr praktisch! Dabei ist diese Weisheit ja gar nicht so falsch, nur…

Ohne Ziel kann der Weg nicht zum Ziel werden. Was hilft es mir, wenn ich achtsam eine Leiter rauf krabbele und oben angekommen feststelle, dass es die falsche Mauer war? Wie fatal wäre das am Ende eines langen Lebens? Kurz: Wenn ich ein klares Ziel vor Augen habe – dann kann ich gelassen den Weg annehmen und genießen, achtsam leben. Der Bibelvers aus dem Hebräerbrief schafft ein Kunststück – er verbindet Ziel und Weg miteinander. Jesus Christus ist das Ziel – streng genommen das einzige Ziel, das Christen haben können. Wenn wir auf ihn blicken, packen wir das. Denn er ist uns ja im Glauben vorausgegangen. Wenn wir in seine Fußstapfen treten gehen wie denselben Weg wie er und erleben damit ewiges Leben – schon jetzt. Aber: Er bringt uns auch noch ans Ziel. Er lässt uns nicht selbst strampeln, sondern begleitet uns durch seine Gegenwart im Heiligen Geist auf dem Weg. Was für eine großartige Perspektive! In diesem Sinne: Genieße den Weg mit Christus zum Ziel Christus.

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