Ein Schirm über ganz Aachen oder: Lass deine nervigen Schirme sinken!

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. (Psalm 91,1.2; LUT)

Ich sitze in meinem Büro an einem trüben, regnerischen Morgen und weiß: Schirmwetter! Ich mag Schirme nicht! Aber als Brillenträger mag ich auch Nasswerden nicht. So kaufe ich mir bei einem Drogeriemarkt kleine Billigschirme, die sich regelmäßig zerlegen, aber zumindest bis dahin ihr Werk verrichten.

schirmDer Schirm des Höchsten hat eine ganz ähnliche Funktion: Schutz. Aber auch etwas ganz Erstaunliches: Der Schirm Gottes ermöglicht mir erst, dass ich Fülle Gottes empfangen kann! Damit war nicht zu rechnen! Wie das? Ich bleibe beim Regenwetter. Ich fahre heute nachmittag nach Aachen und angenommen, die Touristeninformation von Aachen könnte sich dazu bewegen lassen, über ganz Aachen einen Riesenschirm zu spannen. Hey – dann könnte und dürfte ich meinen Billig-Drogeriemarktschirm schließen und den Tag genießen. Ich würde wieder die schönen Fassaden der Häuser sehen können, anstatt nur geduckt unter dem Schirm durch die Stadt zu huschen. Ich könnte die Bäume sehen, den Himmel, die Gesichter der Menschen. Wenn es einen Aachener Riesenschirm gäbe…

Gott hat ihn. Und dessen Absicht ist nicht nur uns zu schützen, sondern dafür zu sorgen, das wir unsere Schirme sinken lassen, die wir im Laufe des Lebens aufgespannt haben. Denn diese verhindern weiten Horizont, Freiheit, Offenheit – und verhindern Beschenktwerden von oben. Gott kippt über dir bunte Luftballons aus und du merkst es nicht einmal. Weil du dich unter deinem grauen Schirm zusammenkauerst, den du schon zu lange offen hältst. Wir dürfen unsere Schirme sinken lassen lernen – weil es den einen großen gibt.

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