Ich Schaf! Und warum ich Stock und Stab dringend brauche!

Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn du, Herr, bist bei mir! Dein Stock und dein Hirtenstab geben mir Trost. (Psalm 23,4; NGÜ)

Gott ist heute morgen und den ganzen Tag nicht an deiner Veränderung interessiert. Er ist an DIR interessiert. Bleibe bei ihm und du veränderst dich wie von nebenher. Glaubst du nicht? Das ist Evangelium – auch schon in den Gottesworten des Alten Bundes. Dein Stecken und Stab – das sind meine Tröster. Steht da. Hallo? Stecken und Stab? Das soll eine Gnadenbotschaft sein? Evangelium? Also: frohe Botschaft?

hirteDa werden eher üble Erinnerungen wach an Züchtigungen mit Gegenständen. Ich habe das zum Beispiel als kleiner Junge mit einem Holzkochlöffel erlebt. Den gibt es noch. Ich hatte eine Lederhose an (sowas trugen damals kleine Jungs) und habe nicht viel gemerkt. Trotzdem: Nicht lustig. Hier aber sind Stock und Stab wirklich frohe Botschaft. Das eine hat einen spazierstockartigen Haken an einem Ende. Damit kann ein Schäfer ein Schaf am Hinterbein erwischen und aus der Herde oder einer brenzligen Situation befreien. Er holt es so in seine Nähe – zu gutem Zweck! Klar ist: Das Zupfen ist für ein autonomes Schaf sicherlich ein Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte – aber es rettet und hilft! Wenn mein Gottesbild also in Ordnung ist – super! Dann meint es der Hirte mit dieser Maßnahme gut und rettet mich aus dämlichen Situationen, die ich selbst verbockt habe.

Der zweite Gegenstand ist eher eine Lanze, angespitzt, mächtig. Und wird von Hirten eingesetzt zur Abwehr von angreifenden Raubtieren. Das Ding soll also bedrohlich sein und auch bedrohlich wirken – nur nicht gegen die Schafe, sondern zu ihrem Schutz. Gott bringt uns an sein Ziel, rettet uns dabei aus unguten Situationen und verteidigt uns gegen Angreifer. Das ist frohe Botschaft. Unsere Aufgabe? Am Hirten bleiben. Das reicht.

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