Die Ursache eines geistlich trockenen Lebens…

Dann stieg er zu ihnen ins Boot und der Wind legte sich. Da gerieten sie vor Entsetzen ganz außer sich. Denn sie waren durch das Wunder mit den Broten nicht zur Einsicht gekommen; sie waren im Innersten verstockt. (Markus 6, 51.52; GN)

Diese Bibelstelle bewegt mich zu Tränen und hält mir den Spiegel vor. Was war vorher geschehen? Die Speisung der 5000 – eigentlich eine Speisung von 15000, da Frauen und Kinder nicht mitgezählt wurden. Ein riesiges Wunder. Unglaublich! Jesus zieht sich zurück in die Stille – der beste Ort, an dem ein geistlich erschöpfter und ausgepumpter Mensch zu neuer Kraft gelangen kann. Die Jünger fahren schon einmal vor auf ihrem Boot… und plötzlich, mitten in der Nacht, kommt Jesus über das Wasser zu ihnen.

faithIch stelle mir vor, was ich reagiert hätte, wenn alles „glatt“ gelaufen wäre. Ich hätte ein echtes Wunder live miterlebt, ja daran mitgewirkt. Und dann geschieht ein weiteres! Ich gerate in anstrengende See, ich komme kaum noch voran in meinem Leben. Alles verschwört sich gegen mich – so mein Empfinden. Das „Rudern“ wird anstrengend. Dann kommt durch ein Wunder Jesus auf mich zu! Ich wäre beglückt! Endlich! Halleluja! Wie toll ist das denn!! Ich würde schier ausrasten – nun wird alles gut!

Nicht so die Jünger: Sie erschrecken zu Tode. Und selbst als Jesus zu ihnen steigt und den Sturm stillt – sind sie voll „Entsetzen“. Das schockiert mich. Wie kann das sein? Und: Kann das auch bei mir sein? Dass ich Wunder nicht sehe, nicht erlebe, IHN nicht erkenne, mich entsetze, anstatt ihn zu feiern? Woran liegt das? Der Text sagt schlicht: Die Jünger waren im Innersten verstockt, sie hatten ein hartes Herz. Jünger Jesu, keine Atheisten! Mutig gefragt: Vielleicht bin ich auch verstockt in Teilbereichen meines Lebens?

(Fortsetzung folgt)

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