Rapunzel frisch verföhnt und unsere Gotteserfahrung

Er gebe euren Herzen erleuchtete Augen, damit ihr seht, zu welch großartiger Hoffnung er euch berufen hat und damit ihr wisst, wie reich das herrliche Erbe ist, das auf euch, die Heiligen, wartet. (Epheser 1,18; NeÜ)

Rapunzel – frisch verföhnt. Was für ein lustiger und anrührender Zeichentrickfilm von Walt Disney! Rapunzel sitzt in ihrem Turm, versteckt von ihrer dunklen „Mutter“, die sie als Baby entführt hat aus ihrer richtigen Familie. Sie wird 18 – und hat diesen Turm noch nie verlassen. Doch dann kommt ein (natürlich hübscher und charmanter) Räuber eyesund mit diesem flüchtet sie zum ersten Mal aus diesem Turm, lässt sich langsam an ihrem langen blonden Haar herab und stockt kurz vor dem Erdboden. Gras! Blumen! Noch nie so nah gesehen, noch nie berührt, noch nie gerochen! Vorsichtig ein Zeh, dann der Fuß und dann: Jubel!! Tanzen! Ist das schön! Die Magie dieses ersten Moments. Der erste Schnee, der erste Kuss, das erste Mal das Meer sehen, diese geheimnisvollen ersten Male. Eine Explosion der Sinne, Wahrnehmungen, Gerüche und Gedanken! Grandios!

Wie wäre es, wenn wir genau darum bäten in Bezug auf die geistliche Welt, die ja nicht weniger realer ist als die sichtbare, materielle Welt?! Dass nur das wahr ist, was ich sehe – das ist nur eine Annahme wie jede andere und eigentlich längst überholt. Da ist viel mehr! Die erste Gotteserfahrung, das erste wunderbar erhörte Gebet, der erste Einblick in die himmlische Welt, das erste Empfinden, dass da „mehr“ ist, die erste zarte Berührung Gottes. All das und noch viel mehr will uns Gott zeigen und es reicht für ein Leben voller Überraschungen. Wenn wir mit erleuchteten, frischen Sinnen wahrnehmen können. Genau darum bittet Paulus – und wir sollten es auch tun. Täglich.

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