Jeden Tag neu anfangen – wirklich möglich bei deinem Gottesbild?

Von Gottes Güte kommt es, dass wir noch leben. Sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende, seine Liebe ist jeden Morgen neu und seine Treue unfassbar groß. Ich sage: Der Herr ist mein Ein und Alles; darum setze ich meine Hoffnung auf ihn. (Klagelieder 3,22-24; GN)

„Man sieht sich immer zweimal im Leben…“. Unheilsschwanger bleibt dieser Satz im hell erleuchteten Verhörzimmer der Polizeidienststelle Süd hängen. Dann reißen zwei bullige Polizisten den Überführten von seinem kargen Stuhl hoch und legen ihm Handschellen an. Als er schnaubend und sich windend den Raum verlässt, lehnt sich die Kommissarin zurück und atmet tief durch. Geschafft! Aber sie weiß auch: Sie ist nicht mehr sicher. Der Mistkerl hat Freunde, die nicht im Gefängnis sitzen. Mächtige Freunde. Sie wird nicht mehr ruhig schlafen können, denn „man sieht sich immer zweimal im Leben“…

handSo oder ähnlich laufen wohl viele Krimis… und immer bleibt am Schluss dieses unangenehme Gefühl der Beklemmung: Nicht mehr sicher zu sein. Manchen Menschen kommt dieser Gedanke auch bei Gott. Der sieht mich überall, der schaut in mein Herz, der kennt meine Gedanken und wenn ich auch keinen umgebracht habe – in Gedanken habe ich manchen Kollegen und Familienangehörigen gemeuchelt… also lieber vor Gott verstecken. Der schleicht ja überall herum. Kennt einen auswendig. Unangenehm.

Traurig. Ein solches Gottesbild. Ein Gottesbild, auf dem die Religionen der Welt letztlich aufgebaut sind. Ein besserer Mensch zu werden. Die Bibel zeigt einen anderen Weg und Jesus ist dieser Weg in Perfektion: Es geht nicht mehr darum, ein besserer Mensch zu werden, sondern einen Liebhaber Gottes. Zu lieben und sich lieben zu lassen. Dass das geht – dafür sorgt Gnade, die immer neu ist, egal wie oft wir fallen. Und wie nebenher werden wir verwandelt.

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