ER bewahrt nicht VOR der Furcht – aber IN der Furcht…

Jetzt aber sagt der Herr, der dich ins Leben gerufen hat, Volk Israel, du Nachkommenschaft Jakobs: »Fürchte dich nicht, ich habe dich befreit! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir! (Jesaja 43,1; GN)

Ein Vers mit Stolperstein – doch vor allem: Ein Lieblingsvers so vieler Menschen! Zuerst einmal: zurecht. Was für eine herrliche Zusage Gottes, die er hier dem Volk Israel gibt, aber durch Jesus Christus allen Menschen. Gott ist unser Befreier! Damals aus der Sklaverei Ägyptens – bis heute dann durch Kreuz und Auferstehung von der Sklaverei der Sünde. Israel war 40 Jahre in der Wüste – Jesus 40 Tage. Die Parallelen sind nicht zufällig und deswegen dürfen wir uns diesen Vers „anziehen“. Dann: Gott ruft beim Namen! Dich! Ja, du, du bist gemeint! Der Name war damals mehr als ein Modeobjekt furchtund musste mehr als „nett klingen“. Er hatte Bedeutung. Er spiegelte Charakter und Wesen wieder und war nicht selten Verheißung! Gott kennt und ruft dich beim Namen. Großartig! Kennst du deinen Namen? Frag ihn mal…

All diese Zusagen sind phantastisch und bewegend. Aber sie überstrahlen das Intro des Verses: Fürchte dich nicht. Das heißt aber: Da gibt es etwas zu fürchten. Vorher hatte Gott – wie so oft bei Jesaja – schwere Vorwürfe gemacht, weil sie ihrem Gott untreu waren und ungerecht sowieso. Das hat Konsequenzen! So Gott. Aber nun: Fürchte dich nicht. Der Glaube an diesen Gott bewahrt uns nicht VOR Furchtsituationen – er bewahrt aber IN Furchtsituationen. Das schmeckt uns vielleicht nicht, erdet uns aber – denn dies ist immer noch gefallene, seufzende Welt. Genau dieser Realismus macht Gottes Wort an uns so herrlich praktisch und lebendig. Warum brauchen wir uns nicht zu fürchten? Weil wir IHM gehören. IN allem. Komm zur Ruhe…

Advertisements