Grausame Geburtswehen einer seufzenden Schöpfung. (Gedanken zum Massaker in Charleston)

Wir wissen allerdings, dass die gesamte Schöpfung jetzt noch unter ihrem Zustand seufzt, als würde sie in Geburtswehen liegen. (Römer 8,22; NGÜ)

Das Frühstücksbrot bleibt mir im Halse stecken. Ein vermutlich rassistisch motiviertes Massaker in einer amerikanischen Methodistengemeinde in Charleston. Ein Weißer hat dort neun Besucher eines Bibelkreises wahllos erschossen. Das, was ich dort lese, geht so nah, weil es sogenannte „zivilisierte“ Welt ist – so wir unsere in Deutschland. Nicht irgendein entfernter islamistischer Staat, in dem solche Übergriffe auf Christen leider Alltag sind. Doch wo ist Gott in all dem?

imagePaulus macht deutlich, dass diese Welt eine seufzende und leidende ist. Sie sehnt sich der Erlösung, der Herrlichkeit, der Freiheit entgegen, die mit Jesus Christus in diese Welt gekommen ist, die aber erst in einer neuen, verwandelten Welt zu 100% zur Erfüllung kommen wird. Vorher erleben wir Geburtswehen. Immer wieder schmerzhafte, sich steigernde Schmerzen, dann wieder ruhigere Phasen. Aber die Abstände werden kürzer – müssen es werden. So sind Wehen und so habe ich es miterlebt bei der Geburt unserer beiden Kinder. Aber das Neue ist bereits da, nur noch nicht in Gänze sichtbar. Kirche, Gemeinde, Christen, überall wo Gott am Werk ist – das sind die Ultraschallbilder des Neuen, das Gestalt gewinnt. Diese Bilder machen fröhlich, lassen jubeln – aber das Heil für die Schöpfung steht eben noch aus. Zeit der Geburtswehen.

Gott kennt den Zeitplan der Geburt. Er befiehlt weiter Gnadenzeit, in der die Ultraschallbilder herum gezeigt werden sollen. Damit noch mehr Menschen froh werden und Hoffnung gewinnen. Parallel kommt die nächste Wehe. Schmerzhaft, quälend. Die Geburt rückt näher. Herr, du bist mitten drin. Erbarme dich.

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