Lass dir von Gott die Schrammen bepusten… Er kennt dich!

Doch für die Seinen ist der HERR voll Güte, eine sichere Zuflucht in Zeiten der Not. Er kennt alle, die bei ihm Schutz suchen. (Nahum 1,7; GN)

Wohin flüchtet sich ein Kind, wenn es sich weh getan hat? Hoffentlich vertrauensvoll zu Mama oder Papa und liebe Eltern – auch wenn die Schramme noch so klein ist – die wird bitte ernst genommen, nicht relativiert und dann gebührend bepustet! Aber wo geht ein Erwachsener in seiner Not hin?

imageViele Erwachsenen haben gelernt, in der Not allein zu sein. Viele Frauen und Männer haben gelernt: Ich muss stark sein und mein Leben im Griff haben. Not löst das einsamer-Wolf-Syndrom aus und man kämpft still – anstatt Bindung zu suchen an ein tröstendes Gegenüber. Was micht nicht umbringt macht mich härter und: Interessiert doch keinen. Andere haben sowieso viel größere Probleme!

Not ist aber immer subjektiv massiv belastend und nicht zum Vergleich geeignet. Wann ist denn Not Not genug, um Trost empfangen zu dürfen? Aber unsere Erfahrung kann in der Tat sein: Not macht einsam. Und nicht wenige fühlen sich in der Not auch von Gott verlassen. Dahinter steht unterschwellig ein magisches Denken: Wenn ich doch fast alles richtig mache, dann muss ich doch gesegnet werden? Andersherum: Wenn ich Not erfahre, was habe ich falsch gemacht? Scham entsteht – und mit der geht man nicht zu einem heiligen Gott… Eine tragische Verkettung kaputter Gottesbilder entsteht, die mit dem Gottesbild der Bibel nichts zu tun haben.

Unser Vers sagt das Gegenteil: Renn mit deiner Not reflexartig zu Gott! Er kennt jeden persönlich, der da kommt. Sprich: Er sagt nicht: „Bleib mir bloß von Leibe, wie du drauf bist!“. Gott spürt und liebt das kindliche Anvertrauen in Notzeiten und ermutigt: Komm! Einfach so. So schnell wie es geht. Ich werde deine Schrammen bepusten…

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