Du bist nicht mehr verdammt! Egal was passiert!

Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. (Johannes 8,11; LUT84)

Jeder Christ kennt Verhaltensweisen, die zerstörerisch sind und nicht nach Gottes Willen. Sei es eine mehr oder weniger geheime Sucht (nach Erfolg, Anerkennung, Kaufen, Essen, Pornographie) oder Gewohnheiten, die nicht gut tun, wie Klatsch und Tratsch, Stolz, Neid. Doch wie kommt man von ihnen los? Wie geschieht Veränderung?

imageDie erste Antwort wäre vermutlich: Anstrengen. Dass das zu nichts führt, sagt die Bibel eindeutig. Ist aber in einer Leistungsgesellschaft immer die erste Alternative. Die zweite Antwort könnte sein: Mehr glauben. Du bekommst eine lästige oder sündige Eigenschaft oder Verhaltensweise nicht los? Dann musst du mehr beten, mehr glauben, Loblieder singen. Das klingt dann fromm und gut – ist aber doch wieder ein „mehr“ – und damit: Leistung. Jesus nennt eine ganz eigene Voraussetzung für das nicht mehr sündigen. Freiheit von Verdammnis – man könnte auch sagen: Beschämung.

Die Frau rechnet nach dem Ehebruch mit der Steinigung und den Schmähungen der Menschen. Doch sie schweigen nach Jesu Eingreifen. Keine Verdammnis. Dann rechnet sie mit der Verurteilung des Rabbis Jesus. Doch auch der: verdammt und beschämt nicht. Und zeigt damit einen Gott, der dieses auch nicht mehr macht. Kannst du dir das vorstellen? Wir lesen hier ganz schnell die Aufforderung von Jesus, nicht mehr zu sündigen (Leistung!), aber übersehen die Freiheit von Verdammnis. Wenn du hundertmal in Sünde fällst – Gott runzelt nicht die Stirm, verdammt dich nicht, beschämt dich nicht. Schaut dich weiter liebevoll an. Das zu verinnerlichen – und es den eigenen anklagenden Stimmen zu sagen, das führt in die Freiheit.

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