Komm zu Gott und stille deinen Durst im Heiligtum – in dir!

Meine Seele dürstet nach Gott, ja, nach dem lebendigen Gott. Wann endlich werde ich wieder zum Heiligtum kommen und dort vor Gottes Angesicht stehen? (Psalm 42,3; NGÜ)

imageIn dunklen Zeiten beginnt die Seele zu wimmern. Zu lechzen. Zu dürsten nach Gott. Wenn ich schaue, wie ich in solchen Zeiten reagiere, dann kenne ich zwei fatale Reaktionen, die diesen Durst nicht stillen. Vielleicht finden Sie sich da wieder? Die erste Reaktion ist, diesen Durst nicht wahrzunehmen – oder anders zu deuten. Man kann sich auch an Durst, an das „zu wenig“ gewöhnen. Oder man bekommt von der Seele Signale wie Erschöpfung, Sucht, Leere, Traurigkeit – und deutet sie falsch. Doch genauso wie man von Hunger weiß, dass er gar nicht so selten eigentlich durch Durst ausgelöst wird, so ist es auch bei unserer Seele: Vernachlässigen wir nicht den Durst nach Gott! Allzu schnell bin ich bei anderen Erklärungen, justiere mein Leben – anstatt erst einmal zu Gott zu rennen…

Doch hier wartet die zweite Fehlreaktion. Wo suche ich nach Gott? Ich lese Bibel, bete, lese Bücher, besuche Konferenzen, tausche mich mit Menschen aus. Aber werde nicht satt. Ich suche da draußen nach dem „Heiligtum“. So wie der Psalmist von der Pilgerfahrt nach Jerusalem Erfrischung erwartet. Doch laut Jesus ist dieses Heiligtum nicht mehr da draußen. Es ist im Geist. In uns. So kann man sehr eifrig und auch mit Sehnsucht nach Gott an den falschen Orten suchen und nicht fündig werden! Wie dramatisch. Dabei muss man „nur“ bei sich selbst anfangen. Still werden. Einen kleinen Schritt nach innen gehen, bzw. loslassen und sich ziehen lassen in diese Gegenwart des Herrn. Es geht nicht darum, mehr zu machen – sondern weniger. Gott liebt es, uns in diese Gegenwart zu ziehen. Willkommen im Heiligtum!

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