Die Angst vorm Karussell – oder: die Freiheit von der Sünde…

Sollen wir weiterhin sündigen, damit sich die Gnade in vollem Maß auswirkt? Niemals! Wir sind doch, was die Sünde betrifft, gestorben. Wie können wir da noch länger mit der Sünde leben? (Römer 6,1b.2; NGÜ)

Kann man Gefühlen trauen? Also: Ich meinen nicht. Ich bin manchmal ein ziemlicher Angsthase. Auf extremen Fahrgeschäften auf den Kirmes oder in einem Freizeitpark sitze ich dann auf meinen Sitz, ziehe die Halterung zu mir herunter und wenn es dann ferris-690697_640losgeht, kommen die Gefühle und danach die Gedanken: „Ich Blödmann! Das überlebe ich doch nie! Oder nur knapp! Ich werde mir weh tun!“ Angst schwappt hoch und rät mir, der gefährlichen Situation auszuweichen. Wohlgemerkt: Einer Situation die zu 99,99% sicher ist und von zig Ingenieuren durchdacht.

Kann ich Gefühlen trauen, dass sie mir die Wahrheit sagen? Ja – sie sagen mir die Wahrheit über einen bestimmten Teil von mir und vor allem über meine Selbsteinschätzung („Ich liebe Fahrgeschäfte dieser Art nicht. Ich bin ein vorsichtiger Mensch. Ich bin zu alt für diesen Scheiß“). Aber sie sagen nicht die objektive Wahrheit. Nicht mal über mich als ganze Person und erst recht nicht in meiner Identität. Ich bin kein Angsthase – denn ich habe schon viele Situationen im Leben mutig gemeistert, nur eben diese nicht…

Ähnlich ist es mit der Sünde. Jeden Tag falle ich. Manchmal in Lieblingssünden zum hundertsten Mal. Da kommt das Gefühl und die innere Stimme hoch: „Du bist und bleibst ein Sünder. Du bist nicht frei. Es hat sich nichts geändert. Versager.“ Gefühle, Gedanken, Gewissen – diese 3 G’s sagen aber nicht die Wahrheit über mich und dich. Die sagt: Gott. Wir sind der Sünde gestorben. Sie ist entmachtet. Daran festzuhalten – gegen die 3 G’s – und auf Jesus zu blicken, das ist der Weg in die Freiheit.

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