Der Herr ist meine Ehre, wenn die Seelenhaut in Fetzen hängt.

Du aber, HERR, bist ein Schild um mich her, meine Ehre, und der mein Haupt emporhebt. (Psalm 3,4; ELB)

Ich sehe in diesen Tagen so viele Bilder im Fernsehen und den sozialen Medien von Flüchtlingen, die sich aus den Krisengebieten den Weg in die Sicherheit Europas bahnen. Mit gesenktem, erschöpften Kopf, ihrer Würde und ihres Hab und Guts beraubt, hilflos und schutzlos auf ihrem Weg. Ich kenne einen syrischen Flüchtling, der noch in Istanbul entführt wurde und 3 Tage lang verschleppt wurde. Was für eine grauenhafte Situation, so unterwegs zu sein.

kopfDoch nicht nur Flüchtlingen geht es so. Das Leben kann ein Kriegsgebiet sein. Wenn der Job oder eine Beziehung verloren geht, wenn Mobbing am Arbeitsplatz herrscht und jede spitze Bemerkung wie ein Dorn in die Seele dringt, ist es an der Zeit, diesen Psalmvers in Anspruch zu nehmen. Dieser Vers ist mehr als eine vage Hoffnung. Der HERR ist ein Ganzkörperschild vom Feinsten, er hebt den gesenkten Kopf empor und er IST unsere Ehre! Er gibt nicht nur Ehre, er IST auch Ehre, weil er selbst durch Jesus Christus zusagt, selbst in jedem noch so zerbrochenen und gebeugten Menschen durch seinen Geist zu wohnen, wenn nur dieser sich an ihn hält und auf ihn wirft.

Es tut gut, in stürmischen und kämpferischen Zeiten, in denen die Seelenhaut beginnt, in Fetzen zu hängen, genau diesen Vers mehrmals täglich vor sich hinzusagen, am besten halblaut, damit alle Sinne beteiligt sind. Die gegenteiligen Sätze reden andauernd in uns und ziehen uns herunter – aber sie lügen. Die göttliche Wahrheit laut auszusprechen und ihn sich dabei bildlich vorzustellen, ist eine der ältesten geistlichen Übungen der Christenheit. Dieser Vers schützt und richtet auf. Tag für Tag mehr.

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