Gedanken aus der Stille: Vergleiche nicht dein Herz mit dem Äußeren eines Anderen…

Doch der Herr sagte zu ihm: „Lass dich von seinem Aussehen und von seiner Größe nicht beeindrucken. Er ist es nicht. Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.“ (1. Samuel 16,7; HfA)

Gäbe es ein elftes Gebot für persönliche Zufriedenheit, dann wäre dies: „Du sollst dich nicht vergleichen!“ Es ist wohl eine Folge des Sündenfalls und somit der Speise vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, dass wir dauernd Dinge bewerten und mit dem Bewerten tritt sofort der große, dunkle Bruder des Bewertens auf den Plan: Das Vergleichen. Wir unterteilen die Welt in wünschenswert und weniger wünschswert, in herzideal und suboptimal und so weiter. Während Gott für seine Geschöpfe ein Leben ohne Vergleich, Bewertung und somit in heiliger Gegenwärtigkeit und Zufriedenheit vorgesehen hatte, produzieren wir das Gegenteil. Und vergleichen. Tag für Tag. Und jedes Mal, wenn ein Vergleich zu unserem Ungunsten ausfällt, sackt man ein wenig mehr in sich zusammen. Mir hilft dabei ein Augenöffner…

Vergleiche machen zu 100% unglücklich, wenn wir unser Herz mit jemandes Anderen Äußeres vergleichen. Und das ist der Normalfall. Wir ersehnen uns ein Lebensgefühl, einen seelischen Zustand (also Herz) – sehen aber das Leben, den Erfolg, die Ausstrahlung eines Anderen. Genau diese beiden Dinge sind aber nicht vergleichbar! Wir schauen nicht in das Herz eines Anderen! Würden wir dann wirklich tauschen wollen?

Unsere Aufgabe ist: Das Vergleichen Tag für Tag loslassen und unser Herz stattdessen auf den ausrichten, der es perfekt kennt und liebt: Gott selbst. So sehr, dass er mitsamt seinem Sohn durch den Heiligen Geist in dieses Herz eingezogen ist.

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