Gedanken aus der Stille: Nicht erstarrt wie das Kaninchen vorm Jäger – der Weg aus der Lähmung.

HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit wegen meiner Feinde; ebne vor mir deinen Weg.  (Psalm 5,9; ELB)

Wie reagiere ich, wenn es eng wird im Leben? Wenn das Boot schwankt und Wellen ins Innere platschen? Wenn mich die Feinde eines erfüllten und glücklichen Lebens bedrängen? Ich versuche um jeden Preis, wieder festes Land unter die Füße zu bekommen! Das ist eine ganz natürliche Reaktion eines jeden Menschen. Wer will schon Gefahr und Bedrohung. Also: Wenn Krise droht – kämpfen! Dinge verändern, anpacken. Dass es dabei zu Schnellschüssen kommen kann, wer wollte das leugnen? IN der Krise ist der Verstand nicht immer klar… Aber es gibt noch eine zweite Reaktion in massiven Krisen. Die hilflose Lähmung. Es wird alles zu viel. Von allen Seite Angriffe und Krisen. Und mittendrin: man selbst. Erstarrt. Keine Bewegung möglich. Wie das Kaninchen vor der Flinte des Jägers in der Grube erstarrt und in Erwartungshaltung des erlösenden Schusses. Egal, welche Reaktion Sie kennen und wählen – David reagiert erstaunlich und enorm hilfreich.

angstZuerst kotzt er sich über seine Feinde aus. In den Versen 1 bis 8 stehen so manche Aussagen, bei denen man staunt, dass sie in der Bibel stehen. Da hasst Gott Menschen. Lässt Sünder verloren gehen. Geht ihnen nicht nach. Gut, dass Gott solche Verse in der Bibel gelassen hat. Denn David ruft sie in seiner Verzweiflung ganz ehrlich – und sie sind in den Psalmen keine Ich-Aussagen Gottes, keine Dogmatik. Aber dann Vers 9: Anstatt selbst den Weg aus der Krise zu suchen ein eindrückliches Gebet: Leite mich in DEINER Gerechtigkeit. Ebne mir DEINEN Weg. Nicht meinen. David unterwirft sich Gottes Willen, vertraut sich ihm an, anstatt selbst den Weg aus der Krise zu suchen und zu kämpfen. David: lässt los. Das will ich lernen – mehr und mehr.

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