Gedanken aus der Stille: Ein Gedicht über die Dunkelheit…

Ein anderes Mal, als Jesus zu den Leuten sprach, sagte er: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.« (Johannes 8,12; NGÜ)

dunkelDu Dunkelheit, aus der ich stamme,
Mein Sein, mein Grund, meine Lebensflamme.
Du Dunkelheit – wie fürcht ich dich,
Flüchte kopflos, renn ins Licht.

Doch in all dem Rennen, flüchten, weichen
Bleib ich stehen, spür mein Erbleichen
Die Dunkelheit, die ich verloren wähnte
Ist Teil von mir, seit ich mich ihr schämte.

Im Halten, Harren, Stehen, Spüren
Beginnt das Dunkel sich still zu rühren.
Spricht ganz leise erst, dann klar:
Nimm mich an, so wie ich immer war.

Dein Leben ist nicht nur der Wiesengrund
Ist auch davor des dunklen Tales Schlund
Und im dunklen Taumeln, Brechen, Tasten, Hasten
Triffst du IHN, den das Dunkel konnte nicht fassen.

Ich halte aus, zittre, unterdrücke meine Flucht
Und als das Dunkel den Blick in meine Augen sucht,
Schau ich zurück, trau den Blick – geschwind
Was bedrohlich Dunkel schien, war nur: ich als Kind.

Als ich mich umarmte – umarmten Seine Arme mit
Und es wurde hell – Für den nächsten Schritt

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