Stille Gedanken für heute: Marie-Antoinette und meine Identität…

Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir. Und solange ich noch dieses irdische Leben habe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat. (Galater 2,20; NGÜ)

„Ici je ne suis plus la reine, je suis moi.“ – „Hier bin ich nicht die Königin, ich bin ich.“ Dieser Satz stammt von einer französischen Königin, Marie Antoinette. Sie wirbelte das aristokratische Frankreich durcheinander und war vielleicht revolutionärer als die Revolutionäre, die sie später zum Schafott führten. Ich höre ihr Lebensbild auf einer Autofahrt im Radio, im „Zeitzeichen“ auf WDR5, und bewundere unweigerlich diese Frau! Dann werde ich nachdenklich. Wie oft lasse ich mich festlegen und lege mich selbst fest auf alles mögliche, aber nicht auf meine wahre Identität?!

spiegelWar der Gottesdienst gut, wächst die Gemeinde, heilen Menschen – nichtpastorale Menschen können dort entsprechende Fragen einsetzen: Bin ich gut in meinem Beruf? Oder als Hausmann oder -frau: Habe ich alles im Griff? Entwickeln sich die Kinder gut? Wenn ja – bestens. Wenn nein… was bewegt das? Wankt das Wohlbefinden? Bei mir schon.

Oder: Wie komme ich rüber, wie ist mein Gewicht, Spannkraft, Ausstrahlung und Energie? Heute vielleicht: SCHLECHT! Was verändert das in meiner Selbstwahrnehmung? Sie geht deutlich nach unten in  den eher selbstkritischen Bereich. Ich mag mich dann nicht.

Wenn aber Christus in mir lebt und nicht mehr ich das Zentrum bin, dann ist dieser Christus und mit ihm ich selbst unberührbar von solchen Äußerlichkeiten! Bin ich weiterhin schwankend sensibel und reagier auf Erfolg und Misserfolg, dann gilt eins: Mehr Christus im Mittelpunkt. Da ist er längst – aber ich darf sehen, dass es so ist. Damit ich ich bin. Und nichts anderes.

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