Stille Gedanken: Wie sich unser Denken heilsam verändert oder: Garzweiler II

Richtet eure Gedanken auf das, was im Himmel ist, nicht auf das, was zur irdischen Welt gehört. (Kolosser 3,2; NGÜ)

garzweilerDie A4 ist eine spannende Autobahn. Denn sie hat sich mehrfach gewandelt. Erst vor kurzem ist in unserer Nähe ein ganzes Teilstück von mehreren Kilometern schlicht abgesperrt und geschlossen worden. Neu entstanden ist parallel dazu ein ganzer Schlenker neue A4 – weiter südlich. Warum? Weil die alte A4 weichen muss – für den Braunkohleabbau. Da werden kilometerweise Autobahn schlicht abgebaggert und riesige Gruben entstehen. Was für ein gigantischer Aufwand! Wenn ich nun mit einem auch nur etwas veraltetem Navigationssystem die A4 aus Aachen Richtung Köln fahre, so versetze ich dieses aktuell in tiefste Panik (ich denke immer noch, dass die weibliche Stimme im Gerät durchaus zu Stimmungen fähig ist). Denn sowie die südliche neue Autobahn beginnt, geht es los: „Bitte abbiegen. Verlassen Sie die Autobahn. Bitte wenden.“ Arme Frau in dem Kästchen. Ich tu gut daran, sie zu ignorieren und ihr nicht zu folgen und der neuen Straße zu vertrauen.

Nicht anders geschieht die Erneuerung unserer Gedanken. Alte „Hirnautobahnen“ werden stillgelegt und neue durch Jesus gelegt. Wir können anders denken und handeln in bestimmten Situationen. Aber das ist alles andere als einfach. Eine innere Stimme sagt uns: Stop – das stimmt doch nicht! Du hast doch früher immer panisch reagiert und bist weggelaufen (ein Beispiel), warum reagierst du ruhig und zuversichtlich! Werde panisch! Unsere Aufgabe ist dann, diesem alten Navi nicht mehr zu vertrauen, sondern dem, was neu in uns angelegt wurde. Die alte Autobahn hat so keine Chance. Sie wird erst überwuchert und dann abgebaggert. Unsere Aufgabe ist: Vertrauen aufs neue Navigationssystem. Und Ohren zu gegenüber den alten Stimmen.

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