Stille Gedanken: Drachenfliegen und Schnüre-Entheddern

Ich bin überzeugt, dass der, der etwas so Gutes in eurem Leben angefangen hat, dieses Werk auch weiterführen und bis zu jenem großen Tag zum Abschluss bringen wird, an dem Jesus Christus wiederkommt. (Philipper 1,6; NGÜ)

imageHeute war ich mit den Kids Drachenfliegen. Kein klassischer Drachen, sondern ein Lenkdrachen. Genau gesagt ein Mattendrachen ohne Gestänge. 30 Meter. Zwei Leinen. Komplizierte Befestigung am reißfesten, aber hauchdünnen Stoff. Und die beiden Leinen waren hochgradig verknotet. Verwickelt. Verdreht. Durcheinander. Und das im Urlaub. Nach bereits 5 Minuten lief ich bedenklich rot an. Ich wollte doch diesen dämlichen Drachen fliegen! Und nicht eine halbe Stunde mit Entknoten und Entwirren zu tun haben! Ich begann den Drachen persönlich zu nehmen. Ja! Nicht lachen! Aber da mein Sohn Ole (11) meinem Tun interessiert zuschaute, blieb ich dran (Vorbild und so… wobei die Flüche vorher…) und eine knappe halbe Stunde später und gefühlt 300 Rotationen der Schnüre untereinander später waren sie frei, parallel und warteten auf die Erfüllung ihrer Aufgabe! Da schwebte er im starken Seewind. Herrlich! Wunderbar anzusehen! Majestätisch fast!

Auf dem Heimweg fiel mir auf, dass auch meine Lebensschnüre durch Versagen, Fehler, Schuld meiner Person und auch anderer Menschen an mir verwickelt, verdreht und verknotet waren und sind. Gott kriegt sie auseinander. Er beendet die Tätigkeit erst in der Ewigkeit. Aber er liebt es, zu unseren Lebzeiten ganz schön weit zu kommen. Denn auch wenn da noch ein paar Verdrehungen sind: Fliegen kann der Drachen bereits. Weil Gott ihn hält und lenkt. Ist dieses Entwirren angenehm? Nein. Es dauert und tut manchmal weh. Aber es hat ein Ziel: Fliegen. Und wir werden es erreichen, wenn wir ihn machen lassen.

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