Stille Gedanken: Finde den Schatz in dir…

Glücklich zu nennen ist, wer seine Stärke in dir gefunden hat, alle die, deren Herz erfüllt ist von dem Wunsch, zu deinem Heiligtum zu pilgern. (Psalm 84, 6; NGÜ)

Ich bin ein Schatzsucher. Das habe ich früh im Leben gelernt. Ich habe als Kind auf Wanderungen davon geträumt, irgendwo auf dem Weg oder am Wegesrand Schätze zu finden. Dabei entdeckte ich nie einen Schatz, aber viel Wertvolles und Schönes. Ich habe wie nebenher gelernt, genau zu beobachten und im Vorbeigehen wahrzunehmen. Diese Haltung zieht sich durch mein Leben. So gehe ich in Buchhandlungen und stöbere nach Schätzen. Höre Musik und spüre, ob sie berührt, ob ich vielleicht einen nahezu unbekannten Schatz geborgen habe.

pusteblDiese Haltung hat auch einen Nachteil: Ich suche da draußen nach immer neuen Schätzen. Die mir etwas geben, das ich bisher nicht hatte. Ein neues Buch, neue Musik, ein christlicher Autor, eine geistliche Übung. Dann lese, höre, probiere ich und bin wieder letztlich enttäuscht. Frustration macht sich breit – eine Frustration, die denke ich viele kennen. Vielleicht liest du diesen Artikel auch mit dieser inneren gespannten Haltung.

Und ja: die äußeren Schätze können wertvolle Wegweiser sein. Aber nie das Ziel. Nicht der neue Pastor, die großartige Rednerin, die ultimative Konferenz, das tiefe Buch voller Salbung. Nichts. Die gebahnten Wege zum Tempel da draußen sind Irrwege. Einen Irrweg neu und leicht verändert zu beschreiten, wird diesen im Herzen trotzdem weiter vertiefen und wir kommen nicht raus aus der Falle. Das Ziel ist falsch und deswegen kann der Weg nicht richtig sein. Jesus gibt das neue Ziel vor. Du bist der neue Tempel, dein Geist der Raum, in dem sein Geist wohnt, in dem du anbetest. Verlerne es, draußen nach dem Ziel zu suchen. Lerne, bei dir anzukommen und du kommst bei Gott an. In deiner Dunkelheit, deinem Triumph, deiner Wirklichkeit. Der Weg ist da. Er führt zu Gott in dir.

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