Stille Gedanken: Über Terror um uns herum und in uns und den Ruf nach mehr Gesetz

Der Stachel, der uns den Tod bringt, ist die Sünde, und dass die Sünde solche Macht hat, liegt am Gesetz. Gott aber sei Dank! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, schenkt er uns den Sieg! (1. Korinther 15,56.57; NGÜ)

terrorWir leben in extremen Zeiten. Terroristen rücken Europa auf die Pelle, verüben Anschläge in unserer Mitte. Treffen Orte, die neuralgisch sind. Die Wirkung dieser Treffer bringt den Strom des Blutes in den Arterien der westlichen Welt zum Stocken. Die Rufe werden lauter: Durchgreifen. Abschotten. Mehr Gesetz, mehr Begrenzung, mehr Gegengewalt. Das kommt gut an und befriedigt die Volksseele, die es hasst, traumatisch dem Unvorhersehbaren ausgeliefert zu sein. Wann schlagen sie wieder zu? Könnte es mich treffen? Sind sie mitten unter uns? Angst beginnt zu regieren. Angst baut Mauern um das Herz und diese Mauern sollen auch in der Politik gebaut werden und somit eine Illusion der Sicherheit vermitteln. Wie gehen wir damit um?

Ich verändere die Frage: Wie gehen wir mit Sünde um? In uns? Der Reflex ist auch da: Mehr Selbstdisziplin, mehr Grenzen, mehr Abschotten und „Sündenauslöser“ meiden. Hilft das? Seien wir ehrlich: Nein. Und daran ist nicht der innere Schweinehund schuld. Es ist ein göttliches Gesetz, dass Gnade und Liebe verändern und Gesetz die Sünde erst stark macht. Paulus bringt es auf den Punkt: Die Macht der Sünde gründet sich im Gesetz (das doch etwas Gutes meint und helfen soll). Deswegen spricht er vom neuen Gesetz der Gnade.

Auf den Punkt gebracht: In dem Maße, wie wir uns freiwillig wieder dem Gesetz unterwerfen, bleiben wir gefangen unter der Macht der Sünde. Der Gegenpol? Christus. Er ändert die Spielregeln. Die Frage ist: Ändern wir sie auch? Oder machen wir weiter wie vorher. Weil es sich „logischer“ anfühlt. Weder global noch lokal noch in unseren Herzen wird mehr Gesetz mehr Gutes hervor bringen. Christus macht das.

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