Stille Gedanken: Hör auf zu kämpfen gegen dich und andere. Kämpfe den richtigen Kampf.

Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Wesen von Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte und Gewalten der Finsternis, die über die Erde herrschen, gegen das Heer der Geister in der unsichtbaren Welt, die hinter allem Bösen stehen. (Epheser 6,12; NGÜ)

kampfIch hatte eine Phase in meinem Leben, in der ich voller Selbsthass war. So viel Versagen, so viele innere Stimmen, die mir sagten, was ich alles nicht taugte. Wenn ich wieder einmal „versagt“ hatte, wendete ich in dieser Zeit manchmal auch Gewalt an. Manchmal gegen Gegenstände, indem ich irgendwo gegen trat, irgendwann auch gegen mich. Ich schlug mir so hart gegen den Kopf, dass es schmerzte und manchmal blaue Flecken blieben. Ich rammte mit der Stirn gegen die Wand. So viel Kampf gegen mich selbst. Natürlich wurde ich in dieser Zeit nicht zufriedener mit dem Leben und das merkten auch die Menschen um mich herum. Wer sich selbst in seinen Grenzen nicht liebevoll annehmen kann, kann das eben auch nicht bei anderen. Also kämpfte ich auch vehement gegen Ungerechtigkeiten und focht manchen Streit aus, meist ungerecht, egoistisch, aus tiefen Verletzungen genährt.

Paulus macht klar: Hör auf zu kämpfen gegen Fleisch und Blut. Gottes Gnade wird dich und andere verändern – Kampf ist auf anderer Ebene nötig. Vielleicht magst du dich gerade auch nicht? Hör auf gegen dich zu kämpfen. Es ist in Ordnung. Kämpfe auch nicht gegen Menschen, sie werden oft nur instrumentalisiert von der Gegenseite. Bedeutet das, dass wir in Zukunft keine Seelsorge mehr brauchen und auch keine klaren Klärungsgespräche bei Konflikten? Aber hallo! Mehr denn je! Aber hinter all diesen Dingen steht eben auch eine geistliche Ebene, die Beachtung braucht. Ansonsten poliert man Blätter, während die Wurzel des Baumes angefressen wird. Paulus sagt: Kämpfe den richtigen Kampf. Kein entweder–oder. Seelsorge, Gespräche UND geistlicher Kampf. Denke umfassend!

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