Durst? Nö, alles prima!

Am letzten Tag, dem größten Tag des Festes, trat Jesus vor die Menge und rief: »Wer Durst hat, soll zu mir kommen und trinken! (Johannes 7,37; NGÜ)

Ernährungswissenschaftler sagen, dass man an heißen Tagen Wasser trinken soll, BEVOR man den Durst spürt. Denn wenn man durstig ist, hat man bereits einen Grad an Dehydrierung erreicht, der schon vorher für weniger Leistungsfähigkeit und körperliches Wohlbefinden gesorgt hat. Wir scheinen das aber zu spät zu merken…

water-290206_640Mit dem seelischen Durst ist es nicht anders. Wir sind als Geschöpfe Gottes auf Beziehung mit ihm angelegt. Kennen wir aber diesen Gott nicht oder weigern uns (phasenweise), ihn zu kennen, dann bleibt da eine trockene Leerstelle. Da reißt die Erde der Seele auf. Für manche Menschen ist das der Normalzustand. Sie kennen es nicht anders und haben keine Kontrasterfahrung. Wer immer Durst hat, denkt: Durst ist normal. Das ist Durst als Gewohnheit. So ist das Leben halt.

Andere wiederum stillen den Durst auf andere Weise – oder versuchen es: Aktivitäten – auch gute und sinnvolle -, Familie, Kinder, Hobbys. Gute und ehrenwerte Dinge (auch wenn nicht alles ehrenwerte Dinge sind, die wir manchmal benutzen, um Seelendurst zu stillen…). Doch wie sinnfrei ist es, Durst mit Zuckerwatte oder Vollkornbrot löschen zu wollen. Durst braucht Wasser, Seelendurst Gott-Papa. Alles andere vertröstet, vertuscht, betäubt.

Tragisch wird es, wo Menschen Durst verspüren, viele Dinge ausprobiert haben und ehrlich geworden sind: Ich habe trotzdem Durst. Aber resignieren. Weil ihnen niemand den Durstlöscher Jesus zeigt. Niemand zeigt ihnen, dass der Durst normal ist, weil sie Gottes Geschöpfe sind – aber dass die Durststillung auch normal ist, wenn man Gottes Kind wird. Lasst uns das den Menschen zeigen. Doch Warnung: Das wird nur gehen, wenn wir selbst an dieser Quelle des Lebens hängen und entdecken, dass diese Quelle in uns ist durch den Geist. Sonst laufen wir wieder leer. So aber ist ER selbst Quelle in uns (Johannes 7,38 ist manchmal falsch übersetzt! Nicht wir sind Quelle, sondern ER in uns, SEIN Inneres in unserem Inneren) und wir werden zum Kanal. Salute!

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