Unter (äußerem und inneren) Druck bestehen!

DRUCK! Wir alle erleben Druck und antworten auf ihn. Seelisch, irgendwann auch körperlich. Mit Gegendruck, hart werden, Spannung aufbauen – irgendwann vielleicht dran zerbrechen. Doch muss das so sein? Wie reagieren die Männer und Frauen in der Bibel auf massiven Druck? Folgende Situation:

druck.jpegJesus ist auferstanden von den Toten. Aufgefahren zum Himmel. Hat seinen Heiligen Geist ausgegossen und der wohnt nun in den Männern und Frauen, die begeistert sind von dieser neuen Botschaft, dass Jesus Christus der Retter der Welt ist und durch Glauben rettet. Also beginnen sie, das öffentlich weiter zu erzählen.

Viele glaubten dieser guten Nachricht. Es entstand die erste christliche Gemeinde. Die Menschen feierten fröhliche Gottesdienste und halfen sich gegenseitig. Bei der religiösen Elite aber breitete sich Unruhe aus. Sie ließen die Jesusjünger, die Apostel, in ein öffentliches Gefängnis stecken. Doch über Nacht wurden sie von einem Engel befreit. So schreibt es die Apostelgeschichte.

Und am nächsten Morgen standen die Apostel schon wieder auf dem weitläufigen Tempelgelände und erzählten den Menschen von Jesus und dem Glauben an ihn und von dem Leben mit Gott. Daraufhin zitierte man die Apostel zu einer Anhörung vor den Hohen Rat, dem wichtigsten religiösen Kontrollorgan und verbot ihnen, ihre Lehre weiter zu verbreiten.

Die Antwort der Apostel: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5, 29). Die Apostel sind nicht kaputt zu kriegen! Steck sie ins Gefängnis – sie machen weiter! Zitier sie vor die religiösen Wächter, die über die wahre Lehre achten – sie setzen ruhig und klar Grenzen und machen einfach weiter. Sie reagieren nicht auf Druck! Wie machen die das?

Dahinter steckt ja nicht nur die Frage nach unserem Verhalten unter äußerem Druck, wenn Menschen uns anklagen, hinterfragen, in die Enge treiben in unserem Glauben. Eins weiter gedacht läuft dasselbe Szenario auch in unserem Inneren ab! Stimmen in uns ringen um ihr Recht gehört zu werden und fordern Gehorsam. Alte Stimmen zumeist und manchmal stehen sie dem Weg des Glaubens sperrig im Weg. Wir würden gerne den Glauben intensiver und eindeutiger leben – aber alte Stimmen klagen an, begrenzen, ziehen herunter. Wie gehen wir damit um? Was lernen wir von den Aposteln?

  1. Sie sind voll des Heiligen Geistes. Ohne diese Fülle (um die wir täglich bitten dürfen) gelingt das Glaubensleben nicht – dann rutscht es wieder ab in eigene Leistung.
  2. Begeisterung. Wer Jesus und sein Werk der Gnade tief in sich aufnimmt, wird entzündet und leidenschaftlich brennend, ohne auszubrennen! Gegen eine solche Leidenschaft haben Stimmen keine Chance.
  3. Die Apostel kämpfen als Gruppe. Ein Einzelchrist ist wie ein Baum auf einer Lichtung – anfällig für Gegenwind, gerade wenn die Wurzeln noch frisch sind. Als Gruppe, als Gemeinde, die gemeinsam voran geht, sind wir stärker! Lassen wir uns von Geschwistern ermutigen und ermutigen diese! Miteinander weinen und lachen!
  4. Nicht gegen die falschen Stimmen kämpfen und Gegendruck ausüben. Genau das macht sie stärker. Die Apostel setzen ruhig und bestimmt Grenzen, aber schlagen nicht mit derselben Gewalt oder Aggressivität zurück. So dürfen wir die Stimmen in uns auch ruhig annehmen, aber auch begrenzen. Sie in die Begegnung mit Jesus führen – das verändert sie.

Ich wünsche mir mehr von dieser Dynamik! Wir dürfen darum bitten und die Hände und Herzen in diese Richtung öffnen! Gott beschenkt diese Sehnsucht gerne!

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