Ich verstehe Gott da nicht! Danke Gott dafür!

David fürchtete sich vor dem HERRN an diesem Tage und sprach: Wie soll die Lade des HERRN zu mir kommen? (2. Samuel 6,9)

sky-690293_1280.jpgGott hatte Anweisungen gegeben, wie die Bundeslade getragen werden sollte (2.Mose 25,10ff). Sie sollte zwei Stangen haben, die durch vier Ringe an den Ecken gesteckt wurden, damit die Lade auf den Schultern speziell dafür berufener Leviten getragen werden konnte. Wie wird sie hier transportiert? Auf einem Wagen. Dann droht dieser zu kippen, Usa will Gutes tun und stirbt durch Gottes Zorn. Gottes Weisungen waren im Alten Bund detailliert und mussten befolgt werden, um IHM zu gefallen. Die Geschichte lehrt uns, Gottes Weisungen ernst zu nehmen. Und doch bleibt mir die Geschichte dunkel. Ich verstehe meinen Gott nicht. Aber auch Dankbarkeit steigt in mir hoch, weil die Weisungen Gottes sich im Neuen Bund in eine lebendigen Person hinein verwandeln. Jesus Christus ist lebendige Wahrheit. Gehorsam entsteht aus Beziehung – nicht mehr Beziehung aus Gehorsam. Danke Papa!

Doch wie mit dem dunklen Gott umgehen? Wer diese Spannung nicht aushalten kann, wird solange an der Bibelstelle schrauben, bis sie fast bricht, aber passt. Nicht selten neigt man in solchen Momenten dazu, Gott verteidigen zu müssen. Ähnlich wie die zierliche Frau letztens mit ihrem Pitbull. Sabbernd und knurrend starrte er mich aus seinen unangenehmen Augen an. Doch die Dame sagte entspannt: „Der ist total nett, der tut keinem was!“.

Müssen wir so mit dem (uns) dunklen Gott umgehen? Müssen wir ihn verteidigen? Nein, wir dürfen sagen: „Ich verstehe da Gott nicht!“ Denn dann passiert etwas sehr Schönes: Gott darf Gott bleiben und nicht in unser Hirn passen. Wir respektieren sein Anderssein. Und gerade in diesem Kontrast dürfen wir erleben, wie er HEUTE ist. Derselbe und doch anders. Zugewandt in Christus. Heiliger Freund. So kann Dankbarkeit empor steigen, die sonst durch unser zwanghaftes Harmonisieren von Bibelstellen verhindert worden wäre.

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