Was wir Entscheidendes erleben, wenn wir beim Gebet nichts erleben.

Du betest und du spürst weder eine kribbelnde Präsenz Gottes noch einen Blitz vom Himmel noch eine Stimme, die dir donnernd antwortet. Gut – übertrieben. Aber manchmal wünschen wir uns das nicht wahr? Damit wir nicht immer dieses Gefühl haben müssen, unser Gebet mache keinen Unterschied und sei vielmehr ein Selbstgespräch. Irgendeine – nun – Veränderung wäre doch ganz nett. Warum geschehen solche „heiligen“ Momente so selten? Und sagt das was über unsere geistliche „Qualität“ aus?

prayer-2454429_1280.jpgDie Antwort ist hoffentlich für dich hilfreich: Solche „heiligen“ Momente geschehen selten, damit sie nicht zum Maßstab werden und wir stattdessen begreifen, dass jedes schlichte Gebet, jedes Seufzen aus tiefstem Herzen in die Gegenwart Gottes hinein, dass jedes Wort zu ihm… GENAUSO Gebet und heiliger Moment ist wie die große Erfahrung, das kribbelnde Gefühl, die vernehmbare Antwort. Wir dürfen lernen: Alles ist heilig und gleich viel wert in seiner Gegenwart. Lernen wir das nicht, drohte spiritueller Burn-out und tiefe Bitterkeit. Markieren wir „heilige“ Momente mit bestimmten Eigenschaften, dann werde diese zum Lackmustest für „echte“ Momente mit Gott. Ob nun in der Gemeinde oder im persönlichen mit Gott unterwegs sein. Und wenn wir diese dann nicht erleben? Dann versuchen wir sie zu erzeugen. Und da Gott ja fehlerlos ist, liegt es wohl an uns und schwups – sind wir im Leistungsdenken. Grausam!

Alles ist heilig, weil wir in Christus heilig sind. No way out. Du hast gerade gesündigt und betest voller Not zu deinem Herrn? Dieses Gebet ist genauso heilig wie das Gebet nach 40 Tage Fasten. Gebet ist Alltag, ist Atmen, ist Leben und keine geistliche Leistungsschau! Deswegen bete und – sorry – scheiß drauf, ob du dabei irgendwas Besonderes fühlst im Herzen oder erlebst und begreifst im Kopf. Bete einfach – und lass dich überraschen!

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